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Toray - die Wunderwaffe?

Dieses Thema im Forum "Pinsel, Spachtel und der Rest" wurde erstellt von kumise, 7 November 2004.

  1. kumise

    kumise Senior Mitglied

    Registriert seit:
    1 August 2004
    Beiträge:
    3.027
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    0
    Hallo,

    heute möchte ich Euch von meinen Erfahrungen mit Pinseln berichten.

    In meinen Anfangszeiten, als Vollblut-BR-Jünger, benutzte ich (und benutze auch heute noch) für grossflächigen Auftrag grobe Borstenpinsel aus dem Baumarkt. Für feinere Details (falls es sowas bei BR-Bildern mal gibt) benutze ich nach wie vor den Scriptliner.
    Die Borstenpinsel sind dahingehend "präpariert", dass sie auf gerade Stirnfläche zugeschnitten sind.

    Weil der BR-Fächerpinsel mir etwas teuer erschien, kaufte ich über ebay ein kleines Pinselset, bestehend aus Fächerpinsel, der allerdings zu weich und zu dünn ist - weil es ein Blender ist, 4er Rundpinsel, 6er Schrägzieher und 6er Flachpinsel.
    Den BR-Fächerpinsel kaufte ich schliesslich dann auch noch, weil der Blender für Evergreens absolut nicht funktioniert .

    Soweit die Vorgeschichte.
    Die drei restlichen Pinsel aus dem ebay Kauf hatte ich nicht benutzt, weil sie mir auch zu weich erschienen und es sich offenbar um Kunstfaser handelt.
    Ich wusste gar nicht, welche Schätze da unbenutzt in meinem Pinselkasten herumliegen.

    Mittlerweile habe ich herausgefunden, das es sich um zwei hochwertige Toray- und einen Zenia- (das ist der Name der Fasern) Pinsel handelt, die ich da im Set für 1,50 Euro ersteigerte.
    Die Pinsel zeichnen sich durch üppige Farbaufnahme aus, sind einfach zu reinigen und haben einen supersauberen Strich. Da kann vielleicht noch ein Kolinsky-Rotmarder-Pinsel mithalten, den ich aber nicht aus praktischer Erfahrung, sondern nur vom Hörensagen kenne.

    Wegen der guten Erfahrungen bei den letzten Bildern habe ich jetzt mein ToraySortiment um 6 weitere Pinsel erweitert und bin von der Handhabung voll begeistert. Diese Pinsel sind meine absoluten Lieblingswerkzeuge, neben der genialen BR-Spachtel
    Die Farbe lässt sich punktgenau auftragen und bleibt auch genau dort, wo sie hin soll. Selbst das Auftragen von Schicht auf Schicht gelingt, ohne dass sich die darunter liegende Farbe nach oben zieht, oder die obere Schicht verschmiert - ohne die obere Schicht anfetten zu müssen.

    Ich finde es sehr interessant, dass sich die Fertigkeiten und das Werkzeug gegenseitig hochschaukeln.
    Anfangs war ich froh, überhaupt etwas Erkennbares auf die Leinwand zu bringen. Als ich das halbwegs beherrschte, brauchte ich besseres Werkzeug, um die Technik zu verfeinern. Dann kam wieder ein Evolutionssprung in der Maltechnik, der jetzt wieder nach besserem Werkzeug schrie. Und momentan verfeinere ich wieder die Maltechnik.

    Nach wie vor arbeite ich ohne Vorlage, ohne Vorentwurf, ohne Vorzeichnung, sondern nur aus dem hohlen Bauch heraus.
    Bin mal gespannt, wie lange das noch gut geht?

    Liebe Grüsse

    Michael
     
  2. pollux

    pollux Gast

    Hallo Michael .....


    Zur Ergänzung, ich besitze einen Kolinski Rotmarder Pinsel, und zwar zum Aquarell malen. Dieser Pinsel, ein 16 ner ist nicht nur sündhaft teuer, sondern er hält auch was er verspricht. Ich besitze diesen Pinsel schon knapp sieben Jahre. Man kann damit eine Linie ziehen, so fein wie die Linien auf einem alten DM-Geldschein oder aber ihn wie einen Quastenpinsel einsetzen und er macht 2 oder mehr cm breite Striche.
    Er besitzt ein Fast unvorstellbares Aufnahmevermögen an Wasser wo er immer noch nicht tropft, und trotzdem seine Sättigkeit nicht ungezügelt dem Papier übergibt, sondern immer noch auf sanftesten Druck der Malhand entsprechend reagiert. Umgekehrt kann er als trockener Pinsel eingesetzt überschüssige Mengen Flüssigkeit einfach absaugen, wie ein Schwamm.
    Wer so einen Pinsel besitz, braucht zum Aquarell nur diesen einen Pinsel. Eine Ausgabe die sich lohnt.
    Genau deine Rede ... mit dem Weiterkommen in der Maltechnik steigt der Anspruch an das Material und Werkzeug und mit dem besseren Werkzeug wiederum der Anspruch an sich selbst und die Maltechnik.

    Gruss

    Bernhard
     
  3. Farbkleckser

    Farbkleckser Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8 März 2004
    Beiträge:
    153
    Punkte für Erfolge:
    0
    Ja, Pollux,
    man sollte wirklich nur gutes Material verwenden, auch wenn es manchmal
    etwas teuerer ist. Jeder Handwerker weiß, daß man mit schlechten Arbeitsgeräten nur unter größten Mühen ordentlich arbeiten kann.
    Tschau
    Frablkleckser