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Grundierung von Leinwänden

Dieses Thema im Forum "Rund um die Ölfarben" wurde erstellt von Reiswind, 25 Januar 2017.

  1. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo zusammen,

    danke für die Tipps. Ich kann irgendwie bei unschlagbaren Angeboten von Leinwänden in Discountern und 1-EURO-Läden nicht widerstehen. Da ist alleine der Holzkeilrahmen günstiger als wenn man die Holzleisten in Künstlerläden einzeln kauft und zusammensteckt.
    Ich bin sogar fast dazu geneigt, diese billigen Leinwände zunächst für Ölskizzen zu verwenden und anschließend den nackten Hozrahmen mit selbst aufgespanntem Maltuch mit klassischer Ölmalgrundierung zu versehen. Bei der klassischen Ölmalgrundierung kann ich die Saugfähigkeit des Untergrundes zumindest selbst bestimmen.

    Servus :00000293:
     
  2. Ernesto

    Ernesto Senior Mitglied

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    ich habe alles mögliche ausprobiert und kann dir nicht mehr sagen welche die besten sind. Es ist schon zu lange her.

    ja so sollte es sein und solche Leinwände gibt es auch. Die nass in nass Malerei ist schon eine sehr spezielle Sache und da muss die Leindwand stimmen, man kann das nicht mit der "normalen" Ölmalerei vergleichen.

    Frag doch einfach Dr. Bindewald, er ist der absolute Experte auf dem Gebiet.

    LG Ernesto
     
  3. Reiswind

    Reiswind Mitglied

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    Da die Leinwände nun schon mal da sind, ich habe bis jetzt folgende Optionen gesammelt:

    - Mehr Flüssigweiß, ggf. wieder abreiben.
    - Mehr Gesso, das auch saugt aber vielleicht nicht so sehr.
    - Wandfarbe, dann schleifen.
    - Tiefengrundierung Capaplex verwenden.
    - Einfach nur mit Öl abreiben.

    Fazit bisher: Einfacher wird es nicht. Allerdings sind sich wohl alle einig, dass die Leinwand das Öl zu sehr aufsaugt.
     
  4. Ernesto

    Ernesto Senior Mitglied

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    ja das Flüssigweiß sollte wirklich seeeehr dünn aufgetragen werden. Wenn nun die Leinwand aber zu stark saugt, lässt es sich gar nicht dünn genug verteilen. Das merkst du am Verbrauch, im Idealfall kannst du eine komplette Leinwand mit einer einzigen Pinselladung grundieren.
    LG Ernesto
     
  5. Johndell

    Johndell Senior Mitglied

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    Also ich finde zum Teil muss jeder auch seine eigenen Erfahrungen machen, viel Probieren und die Vor und Nachteile erfahren.

    Ich halte zum Beispiel gar nichts vom Gesso, nutzte ich seit Ewigkeiten nicht mehr. Ich mag richtige Ölgrundierungen und auch da gibt es viel zu Probieren.
    Ich nutzte da die Öl Grundierung von W&N, die ist nicht saugend. Damit bestreiche ich alles und habe immer das gleiche Malgefühl und zudem sehr Brillante Farben und man kann damit Lasuren mehr Ausdruck verleihen.

    Zudem halte ich 100% Baumwolle für Kritisch, sie ist meist etwas teurer weil es ein Naturprodukt ist, aber man sollte wissen dass sie nach Jahren ausleiert und durchhängt. In Kombination mit Gesso was auch ein Dehnungsfähiger Stoff ist, hat man keinen richtigen Untergrund.
    Ich nutzt da lieber Mischgewebe und Ölgrundierungen die zudem Harz beinhaltet und sehr widerstandsfähig ist.
     
  6. bruno

    bruno Senior Mitglied

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    Johndell, einerseits gebe ich Dir Recht, auch ich mag mit Oil Primer grundierte Leinwände. Aber ich arbeite ja auch meist nicht mit der BR Nass in Nass Methode, sondern eher mit der klassischen Schichtenmalerei oder mit Abwandlungen der flämischen Techniken. Manchmal untermale ich auch einfach mit Acrylfarbe auf Gessoleinwand, oder ich mache die Imprimitur mit gebrannter Umbra mit Acrylfarbe. Danach saugt dann auch nix mehr ;-) .

    Aber hier in diesem Thread ging es ja ausdrücklich um BR-NiN. Ich denke da ist eine gessogrundierte eher feinere Leinwand schon richtig.
     
  7. @ Johndell

    Deinen Beitrag zur Verwendung von Gesso, das Du komplett und kathegorisch ablehnst ,kann ich absolut nicht folgen und halte Das zumindest für die nass-in-Nass-Ölmalweise für FALSCH.

    Alle meine Gemälde werden mit Gesso vorgrundiert und kontrastiert, und das klappt hervorragend.

    Dass Baumwolle als Leinwand mit der Zeit nachgibt und schlabbrig wird kann ich keinesfalls aus meiner Erfahrung nachempfinden. von meinen inzwischen 1200 Gemälden die innerhalb von 11 Jahren einstanden sind, sind alle Leinwände noch hervorragend gespannt und bedürfen keiner nachträglichen Nachkeilung.

    Noch einmal zum Gesso: hier einmal ein Wintermotiv auf gesso-grauer Leinwand gestartet als Gessovoerbereitung und daneben dasfertige Ölgemälde.
     

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    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27 Januar 2017
  8. Johndell

    Johndell Senior Mitglied

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    [FONT=&quot]
    Joa Stimmt, das dachte ich mir auch im Nachhinein. Aber es gibt ja noch viele andere Ölgrundierungen oder Klassische Grundierungen die vielleicht ein Kompromiss wären. Gesso ist immer ziemlich saugend. Der Oil primer Sperrt natürlich komplett, kann somit schwieriger sein.

    Zur Baumwolle: Ich habe leider diese Erfahrung gemacht, aber bei Acryl Bildern und es ist auch ein Gängiges Problem was man oft mal liest. Darum weichen einige auf Lein aus oder sogar Aluplatten
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  9. Hier ein Gemälde, das mit komplett gessoschwarzer Leinwand begonnen wurde und mit weiteren Gessos kontrastiert wurde. Daneben das fertige Gemälde


    Kein Mensch verlangt nach BR zu malen. das kann jeder halten wie er möchte. Ich liebe diese nass-in-nass-Malweise, habe aber diese Technik für meine belange weiterentwickelt und meinen eigenen Stil gefunden. Der Vorteil für mich: Habe ich mich in ein Motiv verliebt,kann das in 6 Stunden auf Leinwand bannen. Ich habe keine Lust, Wochen und Monate an einem Ölgemälde zu verbringen. Nachteil der Schnellmethode ist, dass eine sehr detailgetreue Malweise nicht möglich ist und sich leider nicht allesdarstellen lässt.
     

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  10. Reiswind

    Reiswind Mitglied

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    Um das ganze abzuschließen:

    Ich habe am Samstag eine Leinwand mit weißem Gesso grundiert und am Sonntag verwendet.
    Beim Auftragen des Flüssigweiß ist mir schon aufgefallen, dass es viel leichter geht und auch weniger benötigt wird. Anschließend wurde den Farben nicht mehr das ganze Öl entzogen und sie ließen sich wie gewünscht verstreichen und verblenden. Sogar fast ein bisschen zuviel.

    Vielen Dank für eure Beteiligung und die hilfreichen Tipps.