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Ein Grund, den günstigen Pastelgrund selbst zu machen.

Dieses Thema im Forum "Pastellkreide - Sonstiges" wurde erstellt von 4212, 23 Juli 2018.

  1. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Freunde,

    ich war heute drauf und dran, bei Amazon neue Pastellkreiden zu bestellen. Dann habe ich es irgendwie doch nicht gemacht. Später habe ich heute beim Einkaufen die LIDL-Pastellkreiden für 1,99 EUR entdeckt. Immerhin sind 25 Stück drin. Das sind gerade mal 8 Cent pro Kreide. Habe ich zwei Schachteln dann mitgenommen. Später zu Hause schau ich mir die Kreiden näher an. Und siehe da: gar nicht mal so schlecht für die Straßenmalerei. Die Qualität reicht aus. Für den mikroskopischen Preis allemal unschlagbar und gut.
    Später habe ich zwei LIDL-Filialen leergekauft. Ich habe mehr als 1000 Pastellkreiden jetzt und die reichen für den Anfang. Zumindest solange, bis ich selbst welche machen will. Die Frage ist, ob es sich überhaupt noch lohnt.
    Für die Masse reichen die LIDL-Pastellkreiden. Für die Klasse finden zwei Sortimente mit satten und kräftigen Pastelle von KOH-I-NOOR eine gute Ergänzung dazu. Jetzt bin ich gut ausgerüstet und es kann bald losgehen. Was für ein Glückstag.
    Servus
     
  2. 4212

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    Hallo Freunde.

    Ich melke Mäuse. Das ist auch wirklich zum Mäusemelken. Und ich habe weitere zwei Wochen Zeit verloren (war wieder krank und danach hatte ich Besuch).
    Ich habe inzwischen die Testreihe der Pastellgrundierung von Quarzmehl (bis 150 µm Korngröße) mit 15, 20, 25 und 30 % Fassadenfarbe fertig aber die Auswertung steht noch aus.

    Gestern habe ich angefangen, die große grundierte Leinwand mit Quarzmehl (bis 150 µm Korngröße) und Acrylbinder (50%) zu beschichten. Dabei habe ich bemerkt, das schon bei der Entnahme der Portion von Pastellgrundierung zu einer Ungleichverteilung der Korngröße der aufgetragenen Pastellgrundierung kommt. Ein Umrühren der Pastellgrundierung vor der Entnahme der Portion reicht also bei Korngrößen > 100 µm nicht mehr aus und ich muß Verdickungsmittel einsetzen. Die großen Korngrößen setzen sich zu schnell am Boden ab und man entnimmt anfangs vornehmlich kleine Korngrößen. Später, wenn große Korngrößen übrig bleiben, versanden diese auf der Leinwand allzu schnell dann. Und die Leinwand wird ungleichmäßig beschichtet.

    Bei Kieselgelmehl ist es nicht so schlimm, da es viel leichter als Quarz ist und beim Umrühren noch lange mobil in der Pastellgrundierung ist. Aber bei Quarzmehl ist es sehr kritisch.
    D.h., ich muß eine weitere Testreihe von Quarzmehl mit Acrlybinder in Kombination mit einem Verdickungsmittel anlegen und die Pastellgrundierrezeptur verbessern.
    Und dann kann man verschiedene Pastellgrundierungen miteinander vergleichen (Acrylbinder vs. Fassedenfarbe).

    Also melke ich die Mäuse weiter.
    Servus
     
  3. 4212

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    Hallo Freunde,

    jetzt widme ich mich dem Thema Verdickungsmittel. Da gibt es wirklich viele Möglichkeiten. Da ich einfache und billige Lösungen vorziehe, werde ich bei meinen Rezepturen für Pastellgrundierung Stärke (Speisestärke) verwenden. Allerdings muß man bei Stärke als Verdickungsmittel wissen, dass sie nicht länger lagerfähig ist und schneller verdirbt. Also muß man die Pastellgrundierung stets frisch zubereiten und dann am besten vollständig aufbrauchen. Im Kühlschrank kann man durchaus 1-2 Tage lagern, ohne dass sie verdirbt. Wenn man länger lagern muß, ist es besser die Reste von Pastellgrundierung im Gefrierschrank einzufrieren. Dann kann man das schon monatelang largern und vor dem Aufbrauchen einfach auftauen und durchrühren.
    Also die Pastellgrundierung nicht auf Vorrat herstellen und einfrieren, sondern stets frisch zubereiten. Das schmeckt der Leinwand auch besser. Und wir brauchen auch keine Zusatzstoffe wie toxische Biozide (Konservierungsmittel), Stabilisator, etc.. Speisestärke ist billig, ergiebig und gibts bei Discountern und Supermärkten.

    Bei Speisestärke gibt es die Auswahl Kartoffelstärke oder Maisstärke. Kartoffelstärke hat eindeutig bessere Eigenschaften und ist daher vorzuziehen. Bei gleicher Menge ist die Kartoffelstärke viel Viskoser als Maisstärke und wir brauchen weniger Stärkezusatz. Jeder Zusatz zur Pastellgrundierung schwächst die Bindekraft und Stärke natürlich ganz besonders. Daher müssen wir so wenig wie möglich davon verwenden, damit die groben Körner nicht mehr so schnell zu Boden sinken. Die Absinkzeit der groben Körner beschränken wir auf ungefähr 30 s - 60 s. Das reicht, wenn wir vor der Entnahme der Portion immer noch die Pastellgrundierung durchrühren. Außerdem ist eine zu stark viskose Pastellgrundierung schwieriger aufzutragen und ein dünner Aufstrich auch nicht mehr so einfach möglich. Kurzum: Wir nehmen so wenig wie möglich Kartoffelstärke und arbeiten bei minimaler Viskosistät der Pastellgrundierung.

    Stärke wird bei höherer Temperator (70 - 80 °C) in wässrigen Lösungen verdickt. Dabei muß man beachten, dass keine Klumpen entstehen. Ist so wie beim Herstellen von Soßen. Beim Erhitzen der Lösung stets rühren bis sie verdickt.
    Ich verwende die Kartoffelstärke von Edeka (Marke Gut & Günstig, 500 g für 89 Cent). Kartoffelstärke wird auch unter anderen Produktnamen wie Kartoffelmehl verkauft (gibts auch bei Edeka nur etwas teurer). Maisstärke bitte nicht verwenden.

    Jetzt gilt es für mich verschiedene Pastellgrundierungen auf Basis von Kartoffelstärke auszutesten und die Ergebnisse hier zu posten. Wahrscheinlich kann ich dabei auch die Menge des teuren Bindemittels Acrylbinder reduzieren, was einen besseren Schnitt ergibt. Das alles dauert etwas natürlich.
    Servus
     
  4. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Freunde,

    ich habe ein weiteres Problem noch rechtzeitig entdeckt. Das hat zu meiner ungleichmäßigen Pastellgrundierung auf der großen Leinwand mit dem Schwammroller auch beigetragen. Wenn nicht, sogar das ausschlaggebende Problem überhaupt.
    Der Schwammroller hat ja auch kleine Poren. Dummerweise sind die Poren des Schwamms ungefähr so groß wie die größten Körner meines Kornmaterials. Das Kornmaterial (Quarzmehl > 100 µm) dringt in diese Poren ein und bleibt stecken. Wird daher nicht beim Auftragen der Pastellgrundierung an die Leinwand abgegeben, bis der Schwammroller mit dem gröberen Kornmaterial endlich gesättigt ist. Erst dann wird das gröbere Kornmaterial an die Leinwand abgegeben. Deshalb enthielt meine Leinwand anfangs keine gröberen Körner und mit der Zeit stiegt die Dichte der größeren Körner allmählich an. Und dadurch ist die Leinwand unregelmäßig geworden.

    Für dieses Problem kann die Pastellgrundierung nichts.
    Abhilfe:
    Den Schwammroller mit grobem Kornmaterial sättigen, bevor man mit dem Auftragen der Leinwand anfängt. Es reicht, wenn man das pure Kornmaterial (also keine fertige Pastellgrundierung, das wäre ja eine schöne Verschwendung sonst) mit etwas Wasser nass macht und in einer flachen Schale dem Schwammroller zum Fressen gibt. Friss Schwämmchen, friss! Friss dich schön satt! Also so lange den Schwammroller darin wälzen, bis er mit gröberem Kornmaterial gesättigt ist. Erst dann kann man mit der Pastellgrundierung beginnen.

    Das ist ganz wichtig, wenn man mit dem Schwammroller arbeitet!

    Ich mache gute Fortschritte mit der neuen Pastellgrundierrezeptur. Das dauert aber noch.
    Und ich muß die große Leinwand abschleifen. Ein schöner shice!
    Servus
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 April 2019
  5. 4212

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    Hallo Freunde,

    es gibt gute Neuigkeiten und Ergebnisse. Ich habe inzwischen eine relativ genaue elektronische Küchenwaage besorgt und war erstaunt, wieviel Quarzmehl für 1 Liter Pastellgrundierung verwendet wird und was das ungefähr kostet. Fast 1 kg Quarzmehl, welches etwa 3,50 EUR kostet.
    Zu beachten ist, dass das Quarzmehl beim Anteigen mit Wasser etwa 25 % Volumen verliert. Das Anteigen ist wichtig, um das vollständige Benetzen von Kornmaterial zu gewährleisten und eine gute standardisierte Packungsdichte zu erreichen. Das zugefügte Wasser beim Anteigen wird in der Mengenkalkulation nicht berücksichtigt. Man nimmt einfach 50 % angeteigtes Kornmaterial für die Rezepte.

    In meinen Tests hat sich ergeben, dass man den Binderanteil (Fassadenfarbe, Acrylbinder oder Kunststoffdispersion) auf etwa 20 % herunterdrücken kann, wenn man mindestens zwei dünne Anstriche von Pastellgrundierung macht. Bessere Ergebnisse liefern reine Acrylbinder und Kunststoffdispersionen ohne Füllstoffe. Fassadenfarbe enthält viele Füllstoffe und Weißmacher, liefert dennoch ausreichend gute Ergebnisse. Die Dosierung für einen dünnen Anstrich beträgt etwa 60 ml/m². Eine zweite Schicht sorgt für eine höhere Korndichte und eine bessere Bindung des Kornmaterials an Untergrund (verklebt nochmal die erste Schicht). Ein dritter Anstrich ist nur bei Bedarf erforderlich (je nach Vorlieben, Rauhheit, Dichte, etc.). Die Dosierung habe ich auf mein PVC-Boden-Raster angepaßt und erleichtert mir die genaue Dosierung pro Abschnitt (z.B. 3 x 3 Raster).

    Pastellgrundierrezeptmengen:
    50 % angeteigtes Kornmaterial (Quarmehl, Kieselgelmehl oder andere Steinmehle)
    25 % Binder (Acrylbinder, Kunststoffdispersion oder Fassadenfarbe)
    25 % Stärkegel 1 (aus Kartoffelstärke mit heißem Wasser angerührt und verdickt zu einem Gel)

    Mit 25 % Binderanteil ist man auf der sicheren Seite. Statt Wasser wird ein Stärkegel aus Kartoffelstärke verwendet. Herstellung siehe Anlagen. Die Viskosität der Pastellgrundierung wurde auf ein Minimum beschränkt, um damit besser zu dosieren und zu arbeiten. Vor der Anwendung muß man die Pastellgrundierung ordentlich verrühren. So schnell sinken die großen Körner wegen dem Stärkegel nicht mehr.

    Bevor man die Pastellgrundierung aufträgt, muß man den Untergrund ordentlich mit Wasser anfeuchten und einziehen lassen (Nass-Grundierung). Ein dünner Wasserfilm sollte noch auf dem Untergrund vorhanden sein. Das verhindert, dass das Bindemittel in der Pastellgrundierung in den Untergrund einzieht. Das Bindemittel soll also nur auf der Oberfläche des Untergrundes mit dem Kornmaterial trocken. Sonst wird das Kornmaterial nicht ordentlich an den Untergrund verklebt.

    In den Anlagen ist die gezippte Excel-Datei enthalten. Das erleichtert das Berechnen von benötigten Mengen.

    Servus
     

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  6. fany

    fany Aktives Mitglied

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    Risse und Falten in der Farbschicht verhindert man, in dem man ein Paar Tropfen der Hyalluron Säure dazu gibt.;):innocent:
     
  7. 4212

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    Scherzkeks! Der (Witz) war aber wirklich gut. ;-)

    Hyalluronsäure wäre als Verdickungsmittel jedoch wieder sehr interessant. Wenn man bedenkt, dass 1 g bis zu 6 l Wasser binden kann, braucht man davon auch nicht viel.
    Muß ich mal bei Gelegenheit mal testen. Und wenn das Zeug dafür nichts taugt, dann verpasse ich mir dann zeitweise eine schöne optische Verjüngungskur.
    Aber das Zeug ist leider ziemlich teuer. Aber meine Neugier ist Dank dir entfacht. Endlich mal wieder jung aussehen! ;-)
    Servus
     
  8. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Freunde,

    ich habe die Bienenwachsemulsion als sog. "Primer" für die grundierte Leinwand ausprobiert und getestet. In der Tat, es funktioniert. Aber nur für die untersten Farbschichten natürlich. Eigentlich müsste die Pastellkreide für meinen Zweck etwas Bienenwachs enthalten. Das geht ja bei den fertigen Pastellkreiden nicht. Und ein wenig am Besten nicht trocknendes Öl, um eine größere Farbtiefe und Sättigung der Pastelle zu bekommen. Jetzt verstehe ich, warum Kurt Wenner hier abgekochtes und damit langsam trocknendes Leinöl (sog. Standöl) in seinem Rezept verwendet. Zu meinen eigenen Pastellkreidenrezepten ist es noch zu früh, weil ich schon genug Pastellkreiden habe.

    Bienenwachsemulsion (z.B. eine 10 %-ige) läßt sich ganz einfach herstellen.
    10 % Raumteile festes Bienenwachs (oder 3 Raumteile)
    3.3 % Raumteile feste Gallseife (oder 1 Raumteil)
    Restliche 87 % Raumteile (oder 26 Raumteile) Wasser

    Herstellung:
    Gallseife, Bienenwachs und Wasser im Topf erhitzen und kurz aufkochen, dann rühren, von der Hitzequelle abnehmen und weiter rühren bis der Arzt kommt. Hierzu kann man Schneebesen, Küchenmixer, Milchschäumer oder andere Utensielen verwenden. Das geschmolzene Bienenwachs sollte nicht mehr flüssig oben aufschwimmen, sondern sich fein emulgieren. Wichtig ist, das die Flüssigkeit nach dem Emulgieren des Bienenwachses relativ schnell auf Zimmertemperatur abgekühlt wird (d.h., die emulgierten Wachskörner in der Flüssigkeit fest werden). Das kann in einem kalten Wasserbad, während man weiter rührt, geschehen. Und darauf achten, dass beim Rühren nicht allzu viel Schaum entsteht. Fertig ist die Soße.
    Und wenn es nicht gelingt: Kein Problem. Neu erhitzen und aufkochen, dann rühren, rühren, rühren, bis der Teufel diesmal kommt.
    Nach langer Standzeit der Emulsion können die emulgierten Wachskörner oben aufschwimmen. Einfach vor dem Gebrauch ordentlich verrühren. Eine höhrere Gallseifenkonzentration vermindert diesen Effekt ist aber nicht nötig.

    Diese Wachsemulsion läßt sich beliebig weiter mit Wasser verdünnen. Kann auch gleich auf die Leinwand dünn aufgetragen werden. Der Vorteil ist leider begrenzt, wenn man ein Bild mit vielen Schichten machen möchte. Ich weiß noch nicht, ob ich vom Einsatz der Wachsemulsion Gebrauch machen will. Wahrscheinlich nicht. Macht mehr Arbeit.

    Servus
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 April 2019
  9. 4212

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    Ich bins nochmal.

    Da die Herstellung großer Leinwände in meinem kleinen Zimmer wirklich unpraktisch ist (dauert zu lange, etc.), werde ich ein wenig geduldig sein müssen. Ab Mai habe ich genügend Räumlichkeiten dafür, die Leinwände am ganzen Stück herzustellen. Verzögert meinen Zeitplan zwar etwas, aber ich bin ja ohnehin so langsam wie eine Schnecke.
    Servus
     
  10. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Freunde,

    endlich habe ich den nötigen Platz, um auch große Leinwände in einem Stück herzustellen. Das macht die Sache jetzt viel leichter für mich. Es geht sehr bald los.

    Die Bilderrecherche und Bearbeitung der Bildvorlagen ist dagegen richtig zeitaufwendig. Manche Aufnahmen sind so schlecht, daß man ordentlich Hand anlegen muß. So muß man bei manchen Aufnahmen die perspektivische Verzerrung korrigieren. Teilweise auch die Tonnenverzerrung der Optik des Aufnahmegeräts selbst. Mit GIMP 2.8 (Bildbearbeitungssoftware) lassen sich diese Verzerrungungen aber meist gut korrigieren. Besonders krass sind die Bildaufnahmen von großen Deckenfresken. Da ist zusätzlich auch die Wölbung der Decke zu berücksichtigen. Hier wird es richtig schwierig bis unmöglich.

    Die Nachbildung von Fresken eignet sich besonders gut für die Straßenmalerei mit Pastellkreiden. Die Leinwände, die ich mache fühlen sich ohnehin an wie ein Stück Wand. Nur dass die Wandfläche am Boden liegt. Ich bin richtig scharf auf die Fresken geworden. Gute Aufnahmen davon im Netz sind leider zeimlich rar. Aber einige habe ich schon gefunden.

    Die Motive, die mir gefallen beginnen zeitlich mit der späten Renaissance (Manierismus) bis zum 19. Jahrhundert. Ab dem 20. Jahrhundert und zeitgenössische Kunst wird es schwierig es mit dem Copyright in Einklang zu bringen. Vor Manierismus konnten die Maler damals wirklich nicht gut zeichnen und malen. Ihre Fehler möchte ich nicht nachbilden. Und die gegenwärtigen Künstler machen nur noch "modernen shice" und können weder gut zeichnen noch malen. Dafür aber besonders gut klagen, wenn es um Copyright geht. Ich möchte deren nice "shice" auch nicht nachbilden.

    Eines kann ich aber nicht verstehen:
    Warum sind in vielen alten Werken nackte Ärsche und nackte Brüste von Frauen zu sehen? Selbst in zahllosen religiösen Motiven sind sie vorhanden. Auch noch vollkommen nackt. Haben die Auftraggeber damals (die Kirche, Bischöfe, Kardinäle, etc.) diese nackten Körperteile in Auftrag gegeben oder haben die Künstler die Auftraggeber damit nur ärgern wollen? Manche Darstellungen gehen über die Verkörperung der Unschuld (so Gott die Menschen schuf) darüber hinaus. Oder waren die Maler alle damals einfach nur pervers? Oder die Auftraggeber?
    Klärt mich bitte auf. Bei manchen Motiven muß ich einfach nur den Kopf schütteln.

    Die Motive, die mir gefallen sind heftig figurativ, groß und schwer umzusetzen, dafür aber besonders gut anzuschauen. Und besonders gut für die Straßenmalerei geeignet, um mehr Menschen in den Bann zu ziehen. Motive, die Geschichten erzählen oder die Phantasie anregen. Ich hoffe, dass mir die Umsetzung gelingt.

    Servus
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 Mai 2019
  11. karlwei

    karlwei Senior Mitglied

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    , ist so nicht ganz richtig, es wahr die Zeit von Michelangelo, Leonardo, Raffael usw. die konnten mit Sicherheit sehr gut zeichnen.
    Zu jener Zeit wahr Akt verpönt, nur Antike Gestalten, aber nicht Heilige wurden nackt dargestellt - Ausnahme Leidende Heilige(allerdings die Scham mit einen Tuch bedeckt - Sixtinische Kapelle als Beispiel, die Figuren wurden von Michelangelo nackt gemalt, später wurde ein Tucht darüber gemalt. Anleihen wurden von der Griechischen Antike genommen.
    Die Darstellung an diesen Wand und Deckengemälden ist immer mit einer Geschichte verbunden, da geht es weniger um die Nacktheit sondern um die Darstellung von Prunk und Reichtum, so konnte ja der Auftraggeber sein Ansehen steigern je "protziger" diese Gemälde wahren - vielleicht auch einen Art von geduldeter Pornografie und die Künstler haben halt das gemalt was gewünscht wurde.

    Ich habe früher mal Geld mit Decken.- und Wandgemälde malen verdient, also weiß ich von den Schwierigkeiten mit der Perspektive. Fotos von solchen Deckengemälden sind sehr schwierig zu machen, da die Perspektivischen Linien verzogen sind um ein Gewölbe oder eine Kuppel vor zu täuschen.
    Um ein Deckengemälde frei am Boden nach zu malen brauchst du wirklich sehr gute Zeichen Kenntnisse und auch Erfahrung, das ist wirklich nicht einfach.
    Als Vorbild kann ich dir Graham Rust empfehlen
    http://grahamrust-murals.com/home
    kauf dir das eine oder andere Buch von ihm, dort wird sehr gut dies schwierige Technik beschrieben, aber nix kopieren - da sind sie sehr happig !
    Wünsche dir noch viel Freude bei deinen Vorhaben !
    LG Karl
     
  12. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Karl,

    danke für Deine erhellende Antwort.

    Ja, die Italiener waren seiner Zeit weit voraus. Aber die meisten vom Rest der Welt hat es einfach nicht drauf gehabt.
    Durch die "Erfindung" der Perspektive in der Renaissance, ist die darstellende Kunst so richtig ins Fahrt gekommen. Es hat aber eine gewisse Zeit gebraucht, bis die Künstler das begriffen haben. So richtig gute Werke sind dann in der darauffolgenden Barockzeit entstanden. Richtige Proportionen, Perspektive, das Spiel mit Licht und Schatten war dann stimmiger. Natürlich hat die Entwicklung der Ölfarbe zu dieser Zeit auch dazu beigetragen.

    Die meisten nackten Personen sind in der Mythologie zu finden. Bei manchen Bildern hat man das Gefühl, in was für einer Orgie man sich befindet.

    Die Freskotechnik ist zwar sehr interessant, kommt aber für mich nicht in Frage. Ich will nur schöne und ausgewählte Fresken in Pastellkreide umsetzen. Die Technik dazu ist wirklich sehr einfach.

    Servus
     
  13. karlwei

    karlwei Senior Mitglied

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    stimmt so auch wieder nicht - Albrecht Dürer, um nur ein Beispiel zu nennen und noch viele mehr sehr gute Maler und Zeichner gab es vor der Barockzeit.
    So wahr halt die Mode damals, man orientierte sich an an der Antike und Nacktheit wurde nicht so "verklemmt" gesehen wie heute.
    da habe ich wohl falsch verstanden, dachte du hast Probleme mit den Proportionen, also der Darstellung von Deckengemälden - so wie Fluchtlienen, Horizontlieneie, also der Perspektive die ja sehr verzerrt ist.
    Deckengemälde werden ja erst so ab ca. 5 m Höhe verzerrt um einen Kuppel/Gewölbe zu Imitieren, daher werden die Fluchlienien verzogen - sieht man das mal von der Nähe - würdest du nicht glauben wie verzogen alles ist(mit Abstand von unten ist dann alles Stimmig)
    also Secco, so haben es die Alten auch gemacht - zum Teil zumindest !
    na, da täuscht du dich aber - ich habe Jahre lang geübt, viel Bücher gelesen, Kurse besucht und vor allem mich von Profis alles erklären lassen.
    Es ist aber auch möglich das ich einfach nicht so begabt bin als du - das kann ich aber nicht beurteilen da ich ja noch nie ein Werk von dir gesehen habe - was ungewöhnlich ist in der Bildenden Kunst.
    Nur viel Worte - vielleicht wäre Schriftsteller einen Bessere Wahl für dich(das soll aber nicht Beleidigend wirken, ist nur so ein Gedanke von mir).
    Na ja, belassen wir es so und vielleicht zeigst du ja doch mal ein Werk von dir.
    LG Karl
     
    Joko und Malmal gefällt das.
  14. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Karl,

    die wasserfesten pastellgrundierten Leinwände lassen sich durchaus mit Pinsel vermalen. Die Pastellkreide ist schließlich auch wasservermalbar. Das würde ich aber nur für die dünne Untermalung zulassen.

    Ich täusche mich nicht, wenn ich behaupte, dass die (Pastell-)Technik wirklich sehr einfach ist. Zwei Stunden Videomaterial von den Profis aus Youtube ansehen, dann kann quasi jeder. Vorausgesetzt natürlich, man hat bereits viel Übung mit Zeichnen.

    Um es auf einen Punkt zu bringen:
    "Bringe den richtigen Farbton in der richtigen Helligkeit und in der richtigen Reihenfolge an die richtige Stelle! Achte dabei auf die Kanten."

    Ich würde meine Arbeiten niemals als Werke bezeichnen. Arbeiten werden von anderen zu Werken erklärt, wenn man schon lange tot ist. Damit eine Arbeit entsteht, muß ich erst dahin arbeiten. Also gebt mir mehr Zeit und am Ende der Saison gibt es sicherlich was zu sehen. Bis es soweit ist, gibt es noch jede Menge Arbeit zu verrichten.

    Ich mache mich sogleich an die Arbeit.

    Servus
     
  15. karlwei

    karlwei Senior Mitglied

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    Servus !
    OK, mache mir mal das Vergnügen und Antworte, gebe meine Erfahrungen und Meinung, also meinen Senf zu diesen Thread.
    Zu meiner Entschuldigung kann ich vorbringen, das ich kaum was gelesen habe was du hier geschrieben hast, nicht weil mich dieses Thema nicht interessiert hätte, aber ich erinnere noch an den Thread vom Wunderöl das ja auch in die Hose ging - habe es mir übrigens gekauft und konnte es gleich entsorgen als ich es bekommen habe.
    Also habe ich hier nur mehr wenig mitgelesen, der Beitrag #109. das wahr Zufall hat mich aber köstlich amüsiert, also habe ich geantwortet.
    Gerne würde ich auch mit dir z.B. über die Nacktheit in der früheren Kunst diskutieren, aber dazu brauchst du vorerst mal zumindest ein kleines Grundwissen, vielleicht ziehst du dir mal einige Beiträge von hier rein :

    ansonsten ist ja jedes Wort für mich nur Zeitverschwendung.(klingt sehr Hochnäsig meinerseits, aber es ist so).

    So viel ich mitbekommen habe versuchst du auf grundierten LW mit Pastell Barocke Deckengemälde zu kopieren und glaubst die mit einigen kurzen Videos so auf die schnelle zu können - ist das richtig so ?
    Um dir das Zeichnen zu erlernen benutzt du ein Handy mit einen App welches die Camara Lucida Copiert oder versucht nach zu ahmen - ob die funkt weiß ich nicht, habe mit der normalen C.Lucida zwar schon gearbeitet, nur kleine Sachen und das auch nicht besonders gut, wahrscheinlich kannst du das besser - braucht aber auch viel Übung.
    Barocke Deckengemälde sind perspektivisch sehr verzogen(habe ich schon erwähnt), das ist kein Camara Effekt sondern so von den damaligen Künstlern so gemalt und so etwas mit einen Bildbearbeitungsprogramm zu entzerren, da musst du schon wirtlich gut sein damit die Proportionen stimmen - einfacher ist es sie neu zu zeichnen.
    Als Beispiel füge ich ein Foto bei welches die Vorzeichnung eines von mir kopierten Wandgemälde zeigt - die LW ist mehrere Quadrat Meter groß, nur wenig kleiner als das Original - das Foto ist nicht besonders, es ist mit Kohle auf die LW vorgezeichnet in einen großen Raum ohne nötige Belichtung gemacht.
    Ich nehme mal so etwas ungefähr willst du machen, so kann ich dir versichern dies ist nicht so einfach - auch für einen sehr begabten Künstler(der ich sicher nicht bin, habe mir alles hart erarbeitet).

    Hast du dir schon mal Gedanken über die Komposition gemacht - so sind Deckengemälde immer von hinten beleuchtet, also Gegenlichtaufnahmen, Gemälde am Boden immer von vorne, an der Wand meist von oben. Das heißt du musst die Schatten und Verläufe vom Deckengemälde auf das Wand/Bodengemälde anpassen - selbst einen Laien wird sofort auffallen das etwas mit den Licht nicht stimmig ist - die geht mit Gipp oder Fotoshop nicht, die arbeiten 2D, du brauchst aber 3D, also Z,Y, und X Achsen, sowie Kamara und Scheinwerfer, falls du keinen Erfahrung mit 3D hast (SD Max usw.) wäre es sicher einfacher die Zeit in Üben vom Zeichnen zu investieren.

    Wenn das stimmt strafst du alle die hier mit Pastell malen lügen - mag schon sein das Pastell malen etwas leichter zu erlernen ist als Öl, aber es braucht sicher weit mehr als zwei Stunden Videos ansehen - da musst du aber mit anderen hier im Forum sprechen(es gibt hier auch Pastell Profis) ich habe es zwahr mal in der Schule lernen müssen, aber darüber hinaus verstehe ich von Pastell nix - bin ein Öli !

    tja, wenn das so einfach wäre, dann könnte ja jedes Kind ein Kunstwerk malen und ich habe mich Jahrzehnte abgemüht, gewerkelt und gelernt - alles für die Katz.

    na, was ist es dann sonst ? gibt dir einfach mal einen Ruck und zeig was, ich habe dir ja auch meine Vorzeichnung gezeigt - also nur so um mir ein Bild von deinen sicherlich "guten Weken/Bildnissen/Können oder wie ich es auch sonst nennen soll" zu machen.
    lg Karl
     

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    Zuletzt bearbeitet: 5 Mai 2019
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    Hallo Karl,

    es tut mir Leid, dich etwas provoziert zu haben. Sonst wäre deine erhellende Antwort sicherlich nicht so lang geworden. Danke für dein Feedback und Senf.

    zum Wunderöl:
    Nach langem Forschen und Tüfteln habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass es sowas wirklich nicht gibt. Alle trocknende Öle vergilben mit der Zeit. Manche schnell, manche langsamer. Entgegen mancher wissenschaftlicher Literatur und "Experten" auf diesem Gebiet, und sie alle irren sich gewaltig, weiß ich auch den tatsächlichen Grund dafür. Ein bißchen Chemie und vor allem die Thermodynamik erklärt alles. Es hat auch nicht damit zu tun, wie rein das Öl ist (entschleimt, entsäuert, etc.). Man kann das Malöl auch ungereinigt (aber schon gut von Fremdstoffen gefiltert) so verwenden. Hat überhaupt keinen Einfluß auf die Vergilbungseigenschaften.
    Daß die alten Meister sog. "Wunderöle" verwendet haben sollen, die nicht oder kaum vergilben, stimmt auch nicht. Sie haben sogar oft ungereinigte Malöle verwendet. Die gute Arbeit haben wir den zahlreichen Restauratoren zu verdanken. Denn mit jeder Restauration ist die obere Ölschicht schon soweit abgetragen, dass nur noch die Pigmentschicht beginnt. Diese enthält ohnehin wenig Öl. Wo kein Öl mehr ist, ist auch keine Vergilbung vorhanden.
    Mittlerweile kann ich Malöle so verdicken, dass sie perfekt werden. Das was du bekommen hast, war im experimentierstadium. Und das eingedickte Öl hat aufgrund von Sauerstoffüberschuß im Öl noch extrem weiter oxidiert und eingedickt und damit auch stark vegilbt. Heute weiß ich es aber besser, wie man die Öle richtig behandelt. Allerdings ist die Eindickungsmaschine Nr. 3 derzeit wegen der kaputten UV-B Lampe nicht einsatzbereit.

    zur Kunstgeschichte:
    Im Studium habe ich mal ein Semester lang Kunstgeschichte als Wahlfach belegt. Das ist aber wirklich sehr lange her. Ich werde mir mal die Vorlesungsreihe bei Gelegenheit reinziehen. Danke für den Link.

    Zitat: "So viel ich mitbekommen habe versuchst du auf grundierten LW mit Pastell Barocke Deckengemälde zu kopieren und glaubst die mit einigen kurzen Videos so auf die schnelle zu können - ist das richtig so ?"
    Natürlich nicht für Jedermann. Aber etwas Provokation muß sein. Es gibt richtig gute Perlen auf Youtube, wo man von Profis abschauen kann. Meist als Zeitraffer und kurze Clips. Die langen Kaufvideos kannst du vergessen. Die labern einfach zu viel. Das Abschauen setzt gute Beobachtungsgabe und Analysefähigkeit voraus. Natürlich muß man beim Zeichnen schon gut geübt sein.

    zu Camera Lucida/Smartphone Lucida:
    Klappt wirklich gut. Das tolle ist, dass man nicht alles abpausen muß. Es reichen schon wenige Fixpunkte als Marker aus, um den Rest Freihand weiter zuzeichnen. Nicht geübte Zeichner können natürlich alles abpausen.

    zu Deckenfresken:
    Viele Aufnahmen sind leider ungeeignet und schwierig zu bearbeiten. Ich werde mich daher für Motive entscheiden, die leicht zu bearbeiten sind (z.B. Motive auf flachen Wänden). Es gibt so einige, die gehen würden. Abgesehen davon, gibt es so unzählige schöne Motive (Ölgemälde), die ich auch verwenden kann.

    "Bringe den richtigen Farbton in der richtigen Helligkeit und in der richtigen Reihenfolge an die richtige Stelle! Achte dabei auf die Kanten."
    Das ist die komprimierte Form der Formel. Wer das nicht einhalten kann, muß eben länger üben. Üben an der Richtigkeit der Faktoren Farbton, Helligkeit, Reihenfolge und Kanten.

    So, das wars mal. Und ich habe noch soviel Arbeit vor mir...
    Servus
     
  17. karlwei

    karlwei Senior Mitglied

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    Servus!
    hast du nicht, mich vielleicht ein wenig "verwundert" weil du ja glaubst alles ist so einfach, kann dir versichern es ist nicht so, vielleicht werden mir andere im Forum recht geben - nur Übung macht den Meister nicht Videos(können aber auch ein Hilfsmittel sein).
    Zum Wunderöl, meines wahr schon hart als ich es bekommen habe, habe mir dann welches bei Kremer gekauft, das funktioniere recht gut.

    na, dann weißt du ja sicherlich wie das so wahr und schreibe nicht vor der Barockzeit konnten die Künstler nicht zeichnen/malen - wahr mal in Pompeji und habe dort gesehen das selbst die alten Römer besser wahren als so mancher Bildende Künstler heute - vom Abendländischen Mittelalter kaum zu reden Braugel, usw besonders die frühen Holländer, die konnten alle sehr gut zeichnen/malen.(sind meine Vorbilder)

    nicht nur dort, sieh dich mal im Forum um ! da hast du auch den Vorteil das du Fragen stellen kannst wenn du nicht weiter kommst(was mit Sicherheit geschehen dürfte)

    Und weiter kann ich nur sagen, ich habe lange mein Geld mit solchen Arbeiten verdient wie du sie nun machen willst, daher wünsche ich dir gutes gelingen und vielleicht sehen wir ja mal was davon.
    lg Karl
     
    Joko gefällt das.
  18. Johndell

    Johndell Senior Mitglied

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    Naja, klingt schon bisschen so als ob man nur den Ball einfach ins Tor schießen müsse.

    Also ums üben führt leider kein weg vorbei, man braucht denn noch viel Erfahrungen und Training. Was man bei den Profis nicht sieht, ist der Umgang mit Farben, zu wissen welche Farbmischungen wie entstehen, wie man Harmonien aufbaut und dazu muss man seine Farben genaustens kennen in der jeweiligen Wirkung. Auch kommt noch die Entwicklung des Stils hinzu, der bevorzugten Gewohnheit und Vorlieben die sich in der Routine wiederholen und sich entwickeln. Auch das Sehen will gelernt…

    Ich finde es schon wichtig was die Leute sagen, weil es auch entscheidend ist wie sie dabei denken, und warum sie grade jetzt den Farbton an genau diese Stelle setzten. Hinter jedem Schritt den sie machen, steckt ja auch ein Gedanke dazu. Auch was das Thema Reduzierung betrifft…. Es gibt so vieles was man in den Videos nicht sehen kann.

    Allein nur durch Theorie wird man nicht gut wenn die Praxis fehlt. Jeder Profi wird dir sagen, dass es harte Arbeit ist und dass es keine Abkürzungen gibt.

    Dies muss natürlich jeder für sich entscheiden, welche Teilen er sich mehr widmet. Ob er lieber experimentieren mag oder malt. Ich habe auch so Phase wo ich weniger male aber dafür irgendwelche Experimente mache. Zu Letzt war ich besessen davon gewesen mich dem stack process zu widmen… Aber wenn man malerisch noch tätig ist, ist es auch wichtig mal zwischendurch zu malen, damit man in Übung bleibt.
     
  19. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Freunde,

    mir gehen die Kanalrohre aus. Irgendwo müssen die grundierten Leinwände schließlich gelagert werden. Ich werde mir zwei weitere zulegen.

    Ein Tipp: Wickel- und Abziehhilfe
    Das Kanalrohr mit einer kleinen und schon grundierten Leinwand bekleben (Sekundenkleber punktuell verteilt reicht schon). Die Leinwand erstreckt sich dabei über die gesamte Rohrlänge. Insgesamt 2 - 3 Wicklungen, wobei nur die erste Wicklung an das Rohr verkebt wird. Rest der Wicklung dient als Wickelhilfe für Leinwände. Das ermöglicht ein sehr schnelles und präzises Einrollen der Leinwand (wenn mal auf der Straße Wetterumschwung ist und alles schnell eingepackt gehört).
    Diese Wickelhilfe läßt sich auch zum Abziehen der grundierten Leinwände vom PVC-Boden schön einsetzen. Die Leinwand läßt sich sauber und verzugfrei abziehen. Einfach Leinwand an die Wicklung am Rohr einklemmen und dann einrollen.

    Ich habe meine erste Pastellkreide mit Bienenwachsemulsion (10 %) und ganz wenig Weißöl (Paraffinöl) ausprobiert. Da ich noch kein Bindemittel habe, habe ich eine kaputte Pastellkreide (Bindemittel schon enthalten) zerrieben und neu gemacht. Die ersten Resultate zeigen, dass es sich lohnt an der eigenen Rezeptur zu arbeiten. Die Pastellkreide haftet viel besser an der Leinwand und staubt auch weniger. Die richtige Menge an Bienenwachs und Weißöl muß ich einfach noch austüfteln. Es hat aber Zeit.

    Ich muß wieder an die Arbeit.
    Servus
     
  20. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Freunde,

    ich bin in der Produktionsphase der Leinwände. Endlich viel Platz und ich kann die Leinwände zum ordentlichen Durchtrocknen auch mal tagelang liegen lassen. Ich kann bis zu zwei Leinwände gleichzeitig grundieren. Der PVC-Boden mit dem Schachbrettmuster hat sich bestens bewährt und ich bekomme Leinwände von super Qualität.
    Leider dauert es wegen der notwendigen Nassgrundierung etwas Zeit:
    1. Vorgrundieren mit Durchschlagen mit Fassadenfarbe: 1 Tag (oberflächentrocken)
    2. Zweite Grundierschicht mit Fassadenfarbe: 1 Tag
    3. Erste Pastellgrundierschicht: 1 Tag
    4. Zweite Pastellgrundierschicht: 1 Tag
    5. Endgültige Trocknungszeit: etwa 1-2 Tage.
    Bevor die Leinwand am Kanalrohr eingewickelt wird, muß sie aber absolut durchgetrocknet sein. Es dauert also gut eine Woche Zeit, bis eine Leinwand fertig ist. Dafür wird sie perfekt.

    Zwei Kanalrohre (mit Wickelhilfe) habe ich auch schon fertig. Zwei weitere stehen auch schon an.
    Servus
     

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    Zuletzt bearbeitet: 18 Mai 2019 um 08:34 Uhr