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Ein Grund, den günstigen Pastelgrund selbst zu machen.

Dieses Thema im Forum "Pastellkreide - Sonstiges" wurde erstellt von 4212, 23 Juli 2018.

  1. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Ernesto,

    das ist kein Problem. Montiere eine konvexe Linse (Sammellinse oder Lupe) vor dem Objektiv Deines Tablets um die Brennweite zu verkürzen. Dann kannst Du bestimmt näher ran.
    Ja so ein Tablet wäre ein Traum für mich.
    Servus
     
  2. Ernesto

    Ernesto Senior Mitglied

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    Ich werde das mal provisorisch ausprobieren. Es sollte halt nicht tonnenförmig verzerren. Ich habe gesehen, dass es auch günstige Weitwinkelobjektive zum Aufklipsen gibt.
    LG Ernesto
     
  3. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Achja, falls man keine Linse für das Tablet hat, kann man die relativ günstigen Lesebrillengläser (+3 Dioptrie oder stärker) dazu verwenden. Wenn die Stärke nicht ausreicht, dann beide Gläser übereinander. Wichtig ist die optische Achse bei den Brillengläsern zu finden. Die muß mit der Mitte des Tabletobjektivs deckungsgleich sein.
     
  4. Ernesto

    Ernesto Senior Mitglied

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    Also das mit der Sammellinse funktioniert (zumindest bei mir) nicht. Die Lupe vergrößert das Bild leicht, es wird kissenförmig verzeichnet und der Autofocus funktioniert auch nicht.
    Die Lupe sollte das Bild ja eigentlich verkleinern, damit ich den Abstand verringern kann. Ich denke, ein spezielles Weitwinkelobjektiv für Smartphones (Tablets) könnte funktionieren.
    Es gibt solche für schon günstig für ca. 10€. Ich habe mal kurz nachgerechnet: für meine Zwecke müsste die Brennweite sehr klein sein, also beinahe Fischauge. Solche Objektive verzerren aber bekanntermaßen stark tonnenförmig und wären somit für diesen Zweck unbrauchbar.

    Egal, ich weiß jetzt, wie eine "Smartphone Lucida" funkioniert. Sie hat Vor- und Nachteile und auch Grenzen. Für meine Zwecke ist sie eher ungeeignet.
    Allein die Beschäftigung mit der Thematik fand ich sehr interessant und wünsche dir weiterhin viel Erfolg damit. Danke nochmals für den Tipp.

    LG Ernesto
     
  5. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Ernesto,

    schade, dass es bei Deinem Tablet nicht einwandfrei funktioniert. Könnte bei vielen anderen Tablett Modellen auch zu Problemen führen.

    Ich meine, auch wenn die Optik des Smartphones oder Tablets zu einer Verzeichnung führt (Kissen- oder Tonneneffekt), so kann man die Vorlage selbst entsprechend mitverzerren, so daß beim Abpausen wieder alles unverzerrt wird. Bei Photoshop z.B. gibt es Filter, die die Vorlage entsprechend verzerren können (Filter/Verzerrungsfilter/Distorsion oder Wölben). Vorher müsste man ein Rasterbild aufnehmen und bei Photoshop ein Referenzraster so lange verzerren, bis die Verzerr-Parameter ersichtlich werden. Dann kann man die Vorlage entsprechend der Parameter verzerren.

    Aber wichtig wäre, dass die Kamera überhaupt in der Lage ist, bei kleinen Distanzen fokusieren zu können. Ab einer Distanz von 55 cm wird es schon kritisch. Und wer hat schon ewig lange Arme?

    Ich bleibe vorerst bei der Smartphone-Lösung. Die funktioniert wirklich prima.

    Servus
     
  6. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Freunde,

    ich habe meine erste Pastellkreide nun selbst hergestellt und bin sehr begeistert darüber. Über kurz oder lang muß ich meine eigenen Pastellkreiden selbst herstellen, da die herkömmlichen und kommerziellen Pastelle nicht ganz den Anforderungen der Straßenmalerei auf gerollten Leinwänden gewachsen sind (Haftungsproblem der Pigmente bei immer wieder Auf- und Zurollen der Leinwand) . Das wichtigste Kriterium hierbei ist die bessere Haftung an den Malgrund und wenig Staubentwicklung.

    In der Tat gibt es sehr interessante Rezepte auf Basis von Wachsemulsion dazu:
    Link: https://kurtwenner.com/blog/2012/09/01/creating-pastels/

    Ich werde eine modifizierte Form dieses Rezeptes für mich und meinen Anforderung anpassen müssen.
    Die Pastellkreide, die ich auf Basis von Wachsemulsion gemacht habe, verspricht genau das, was ich brauche.
    Nicht sofort aber langfristig muß ich von den teuren kommerziellen Pastellen wegkommen. Schon alleine aus ökonomischen Gründen.
    Und da spielt das sehr fein gemahlene Kieselgel eine ganz besondere Rolle als Füllstoff.
    Ich hoffe, ich kann dann die Pastelle billiger als 5-10 Cent / Stück machen. Die chinesichen Pastelle kosten etwa 50 Cent / Stück und das ist schon verdammt billig ohne die ganze Sauerei dahinter.

    Servus
     
  7. Ernesto

    Ernesto Senior Mitglied

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    Normalerweise braucht man in der Pastellmalerei viele verschiedene Farbtöne, weil das Farbmischen auf der Leinwand nur bedingt möglich ist.
    Das eigentlich Teure dürften doch wohl nicht das Bindemittel, sondern die Pigmente sein, die kosten zum Teil richtig Geld.
    Es ist mir ein Rätsel, wie du eine Kreide für 5-10 Cent herstellen willst?
    Trotzdem gefällt mir deine Experimentierfreudigkeit, ich lese hier gerne mit.
    LG Ernesto
     
  8. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Ernesto,

    das Ziel ist dennoch machbar. Mit Kompromissen und etwas Qualitätseinbußen natürlich. Straßenmalerei braucht nicht den so hohen Anspruch. Die KOH-I-NOOR Pastelle, die ich habe, sind beinahe zu Schade für den Einsatzzweck.
    Lösungweg:
    1. Ausweichen auf billigere Pigmente (keine Cadmiumpigmente, etc.)
    2. Mengenrabatt für meistbenutzte Pigmente ausnutzen (größere Mengen kaufen)
    3. auf billigere Weißmacher ausweichen (eine 100% deckende Farbe ist nicht notwendig, da auf Fixierung komplett verzichtet wird. Dadurch wird das Absinken der Pigmente verhindert, die die Pigmente sonst transparenter machen). Sparsam mit Titanweiß umgehen.
    4. Strecken mit günstigen Füllstoffen (hier insbesondere mit Kieselgel, da es den Tonwert kaum verändert).
    5. Eine ausgewogene Palette der Pastelle enthält insgesamt mindestens 50 % der Weißmacherpigmente und Füllstoffe. Die Kosten für die farbige Pigmente relativieren sich dann.
    6. Anwenden auf die meistgebrauchten Farben. Sonderfarben, die sehr selten verwendet werden, können aus einem kommerziellen Sortiment stammen.

    Wäre die organische und wasserlösliche Tinte nicht so teuer und stabil (nicht lichtecht), könnte man auch Pigmente selbst herstellen. Als Farbkörper eignet ich Kieselgel hervorragend und läßt sich als "Pigment" schön färben. Das wäre dann richtig ergiebig. Hab ich schon getestet und es funktioniert prima.

    Es geht irgendwie. Muss gehen.
    Aber das Hauptmotiv der Selbstherstellung ist die bessere Haftung der Pastelle. Der etwas größere Wachsanteil sorgt dafür schon. Es darf nur nicht zu viel sein. Sonst kann ich ja gleich Wachsmalkreiden verwenden.
    Servus
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 Februar 2019 um 09:48 Uhr
  9. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Freunde,

    ich habe mir überlegt, wie man das stupide und langwierige Abpausen (mit der Smartphone Lucida) weitgehend vermeiden kann. Und man kann dann weitestgehend frei Hand vor Ort zeichnen und trotzdem sein Können unter Beweis stellen.
    Man reduziert das Abpausen auf nur wichtige und nötige "Marker" auf dem Malgrund. Und die müssen nicht mal markant sichtbar sein. Dadurch kann man die Proportionen weitestgehend einhalten. Und das Abpausen der Marker braucht dann auch nicht viel Zeit. (-> "Blitzabpausen")
    Selbst die Raster auf dem Malgrund können auf die kleinen unscheinbaren "Kreuze" reduziert werden. Dann müssen die Rasterlinien auch nicht so dick übermalt werden. Und man kann gleich Pastellkreide oder Pastellstifte für die Rasterkreuze, Marker und Vorzeichnung verwenden.

    So verlockend und einfach das Abpausen ist, so möchte ich etwas mehr Herausforderung für mich.
    Servus