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Ein Grund, den günstigen Pastelgrund selbst zu machen.

Dieses Thema im Forum "Pastellkreide - Sonstiges" wurde erstellt von 4212, 23 Juli 2018.

  1. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Ich vergaß mal wieder..

    Ich verwende nur noch den (feinen) Schwammroller. Damit lassen sich richtig gute und gleichmäßige Pastelgründe schaffen. Alles andere ist Zeitverschwendung. Ich habe ordentlich geübt, um mich bald an die große Leinwand zu wagen. Aber vorher brauche ich noch ca. 50 µm Korngröße Quarzmehl. So ein Fuck aber auch!
    Servus
     
  2. Ernesto

    Ernesto Senior Mitglied

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    Interessant, deine Versuche.
    Du versteifst dich hier aber ausschließlich auf Quarzmehl.
    Die besten Pastellgründe sind meiner Meinung nach Pastelcard und Pastelmat.
    Diese sind haben meines Wissens eine pflanzliche Beschichtung (Zellulose).
    Quarzmehl ist extrem hart. Du produzierst damit ein „Schleifpapier“.
    Auf dem kann man gut kreideln, aber du schleifst dir übel die Finger wund.

    Vielleicht probierst du auch mal „weiche“ Beschichtungen, (Korkmehl, Zellulosefaser o.ä.)
    Das ist nur eine Überlegung von mir. Wäre vielleicht interessant.

    LG Ernesto
     
  3. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Ernesto,

    hier geht es um Pastelgründe auf Leinwand mit überdimensionalen Abmaßen für die Straßenmalerei (bis zu 6 m²). Sowas zu bekommen (auf Leinwand wohlgemerkt) ist schon schwer genug und dann muß das Ding an die gestellten Anforderungen gerecht werden. Es dürfte auch nicht billig sein.
    Mit fertigen Pastelgrundierungen tut man sich zwar leicht, geht aber mit der Zeit richtig ins Geld. Bei der Menge an Leinwand, die ich grundieren will, wird das ziemlich teuer.

    Selbstverständlich kann man andere Materialien darauf anbringen. Bimstein ist z.B. zwar leicht und schön porös, wird aber bei Feuchtigkeit (bei wässriger Untermalung) aber beim Kreideln zerrieben (Beschichtung wird zerstört). Ich habe mich auf Quarzmehl versteift, da das Ausgangsmaterial (Sand) wie "Sand am Meer" gibt und billig ist. Der Vorteil hierbei ist die konsistente Korngröße, die man leicht herstellen (herstellerseitig) und leicht beschaffen kann. Gut, ich hatte etwas Pech mit Kremer.

    Ich habe auch schon überlegt Kieselgel zu verwenden. Das Zeug läßt sich leicht mahlen, billig (als Katzenstreu), ist leicht, nimmt eine gewisse Feuchtigkeit auf und gibt sie almählich wieder ab. Nur ist der Bruch muschelig (glatt) und dürfte für die Pastellfarbe keinen guten Halt wie die unregelmäßige Bruchseite des Quarzes bieten. Aber vielleicht reicht das noch. Muß ich eben noch ausprobieren.

    Andere Materialien mit richtiger Korngröße zu beschaffen dürfte schwierig sein. Auf die richtige Korngrößenmischung kommt es eben an.

    Keine Sorge, meine Finger klebe ich mit Leukoplast ab. Ich habe zum Verwischen auch schon Gummipinsel gekauft und Verreibespachteln gebaut (so ähnlich wie die für Pan Pastelle).

    Die scheixx Grundierung hält mich momentan ab. Ich will endlich auf die Straße. Aber bald habe ich all die Probleme gelöst und es kann hoffentlich bald losgehen.

    Servus
     
  4. Ernesto

    Ernesto Senior Mitglied

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    Bei dieser Größe sind das natürlich ganz andere Bedingungen, als bei der „normalen“ Pastellmalerei.
    Da macht macht es sicher Sinn zu experimentieren.
    Ich wünsche dir viel Erfolg und bin auf die fertigen Ergebnisse gespannt.
    LG Ernesto
     
  5. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Freunde,

    ich werde die Eignung des gemahlenen Kieselgels als Pastelgrundierung genauer prüfen. Vorabtests zeigten bereits gute und brauchbare Resultate. Die einzige Schwierigkeit liegt darin, das Zeug auf die richtige Korngröße zu mahlen. Denn schnell hat man quasi "Mehl" daraus gemahlen und das Resultat ist zu fein. Aber in sehr sehr feiner Ausführung kann man das Zeug als Verdickungsmittel für die Pastelgrundierung einsetzen. Es bildet in wässriger Lösung eine gelartige Konsistenz. Einfach genial (Geheimzutat für eine perfekte Pastellgrundierung!).

    Kieselgel ist sehr leicht und ohne Kraftaufwand im Mörser (mit etwas Wasser) zu mahlen. Ist billig und leicht zu beschaffen (z.B. in Drogeriemärkten DM und Rossmann als Katzenstreu). Interessant ist, dass unter dem Mikroskop die Bruchseiten der Körner dem Quarz ziemlich ähneln. Also kein glatter und muscheliger Bruch und dürfte dem Pastell mehr Halt bieten wie Quarz.

    Da bin ich mal gespannt, wie ich es schaffe, die richtige Korngrößenverteilung zu mahlen.
    Servus
     
  6. 4212

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    Hallo Ernesto,

    danke Dir. Ich habe leider keine andere Wahl als zu experimentiern und zu forschen. Das ist eine Spezialanwendung und stellt ganz ganz besondere Anforderungen.
    Ich werde wohl mit etwas Kompromissen, Geld aus dem Fenster werfen (kostet Geld) und zahlreichen Fehlschlägen schon sehr brauchbare Lösungen finden.

    Jetzt bin ich schon quasi Meister des Mahlens (mit h!). Ob ich Meister des Malens werde, wird sich zeigen.
    Servus
     
  7. 4212

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    Hallo Freunde,

    ich habe den Grund für den Fehlkauf von Quarzmehl mittel, 44 µm nun gefunden.
    Die Angabe von ca. 44 µm Korngröße bezieht sich wohl auf die Korngröße, die nicht mehr vorkommt (obere Grenze). Auf keinen Fall eine Angabe für eine mittlere Korngröße!
    Laut Datenblatt und dem Trockensiebrückstand für eine Maschenweite >40 µm befindet sich Material von 2 % Gewicht. 98% des Gewichts ist wohl < 40 µm. Mehr Angaben findet man leider nicht. Das stimmt mit meiner mikroskopischen Untersuchung auch überein.
    Aber wie kann man bloß so eine Angabe machen? Welcher hirnverbrannte Tr.... ist gegen die Wand geprallt und so eine blöde Angabe ohne Erklärungen gemacht?

    Quarzmehl gröber, ca. 100 µm wäre für meine Anwendung wirklich super ideal gewesen.
    (Achtung! Du findest Korngrößen > 100 µm nicht mehr! Der Tr... vom Dienst war wieder mal tätig!)
    Im Datenblatt zum diesem Produkt sind endlich mehr Details zu finden. Ich habe die Daten in eine Tabelle und Grafik übertragen (siehe Bildanhang).

    Beim nächsten mal bestelle ich dieses Produkt. Und wenn das Material für mich immer noch zu grob ist, dann mische ich das feinere Material hinzu. Aber ich denke, das wird nicht notwendig sein.

    Auf die schnelle mahle ich die benötigte Menge für die Leinwand Nr. 2 selbst. Jetzt kann ich die erforderliche Korngrößenverteilung mittels zwei Korundschleifscheiben selbst schleifen.

    Servus.
     

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  8. 4212

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    Hallo Freunde,

    endlich stellt sich bei mir eine gewisse Zufriedenheit hinsichtlich der Körnung und Rauhheit der Pastellgrundierung ein. Insgesamt bekommt die beschichtete Leinwand die Eigenschaften, die für mich erforderlich sind. Die Leinwand ist weiterhin flexibel und legt sich leicht auf den Boden, die Beschichtung ist gleichmäßig und gerade noch so rauh, wie ich sie haben will. Am besten, man grundiert die Leinwand nur mit dem Schwammroller. Die Gessogrundierung sollte so gut wie nicht mehr saugfähig sein und man hat mehr Zeit, mit dem Schwammroller die Pastelbeschichtung (Quarzmehlglasur) gleichmäßig zu verteilen.

    (Ihr hättet die Leinwand Nr.1 sehen sollen. Die war am Ende so steif, dass man nach dem Aufrollen der Leinwand dicke Holzbalken an den Rändern benötigt hätte, um sie flach am Boden zu halten. Und die großen und zahlreichen Risse, die damit einhergingen. Und die Pastellbeschichtung völlig unregelmäßig, da die Gessogrundierung stark saugfähig war und die Quarzmehlglasur aufgepinselt wurde. Völlig unbrauchbar.)

    Mit der genauen Untersuchung der Eignung des Materials Kieselgel muß ich aufgrund Zeitmangels verschieben. Generell kann man das auch hernehmen. Aber zumindest als Verdickungsmittel sehr sehr gut geignet (wenn man es schafft, Kieselgel sehr sehr fein zu mahlen, < 1 µm Korngröße).

    Mittlerweile habe ich soviel Quarzmehl selbst gemahlen (Korngröße bis 120 µm), wie ich für Leinwand Nr. 2 benötige. In Zukunft werde ich aber das Kremer Quarzmehl gröber, ca. 100 µm verwenden.

    Bald werde ich für eine gewisse Zeit offline sein. Mein Internet- und Telefonanschluß wurde von der Telekom gekündigt und mitte August wird er abgeschaltet. Ich habe mich bisher auch nicht um einen neuen Vertrag gekümmert. Es ist ein Experiment für mich, wie lange ich diesen Zustand aushalte. Außerdem werde ich ohnehin nicht viel Zeit haben. Ich will die Straßenmalerei für mich ausprobieren und wenn sie mir gefällt, werde ich das intensivieren.

    Servus
     
  9. 4212

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    Hallo Freunde,

    Leinwand Nr. 2 ist fertig und ist schön geworden. Fertig für Rasterung und Vorzeichnung, etwas anmalen und ab in die Straße damit.

    Für die nächsten Leinwände gibt es allerdings Verbesserungsideen.
    1. Ich muß ein leichtes, feines, dichtes und naturbelassenes Maltuch verwenden (wenn möglich ohne Vorleimung).
    2. Jeweils auf beiden Seiten eine dünne Gessoschicht (muß nicht ganz deckend sein).
    3. Auf die Malschicht eine Quarzmehlglasur und fertig ist der Lack.

    Das Maltuch sollte schon ziemlich hell (weiß) sein. Beim Gesso wird Titiandioxid beigemischt, so daß eine dünne Schicht recht gut deckt. Bei der Quarzmehlglasur kann noch etwas Titandioxid beigemischt werden, um die Malschicht noch weisser zu bekommen. Insgesamt müssen die Anzahl der Arbeitsschritte reduziert und die jeweiligen Schichtdicken dünn gehalten werden, damit die Leinwand noch flexibel bleibt.
    Acrylbinder sollte das Maltuch nicht durchdringen, sondern an der Oberfläche durchtrocknen. Sonst wird die Flexibilät der Leinwand reduziert. Das geht nur, wenn man das Maltuch vor der Gessogrundierung reichlich mit Wasser anfeuchtet.
    Ich werde dann sehen, ob Leinwand Nr. 3 so machbar ist und noch besser wird.

    Servus
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 August 2018
  10. 4212

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    Hallo Freunde,

    ich habe richtig günstige Quelle für mein weißes, dichtes und dünnes Maltuch gefunden (ca. 150 g/m²):
    Gebrauchte Bettlaken (1,- EUR) und Bettüberzüge (2,- EUR) aus Baumwolle. Gibts beim Sozialkaufhaus und anderen Organisationen für Hilfebedürtige.
    Da verzieht sich gar nichts mehr. Waschen, bügeln und grundieren. Dann kann auch auf teures Titanweiß verzichtet werden (ist schon strahlend Weiß).

    Es gebe eine weitere interessante Idee, wie man noch verhindern kann, daß die Acrybasis ins Gewebe stark eindringt, um die Flexibilität des Gewebes etwas zu wahren.
    Marmormehl nur mit Wasser anrühren und eine (dünne) Schicht grundieren. Trocknen lassen und mit verdünntem Acrylbinder (1 T Acrylbinder + 3 T Wasser) zwei dünne Schichten noch oben drauf (nach jeder Schicht ordentlich trocknen lassen). Die Marmormehlschicht saugt den Binder ein und der Binder dringt gerade noch ins Gewebe um sie zu verkleben. Muß ich mal ausprobieren, ob es funktioniert.

    Zu den Verbesserungen oben gibt es noch ein Punkt hinzuzufügen.
    Quarzmehl mit Korngröße 100 - 150 µm sollte in der Quarzmehlglasur mit enthalten sein. Natürlich zu einem geringen Prozentsatz. Diese dient dem Schutz vor Abrieb der Pigmente beim Auf- und Zurollen der Leinwand. Quarzmehl gesiebt, 0,04 – 0,15 mm von Kremer könnte alleine etwas grob sein, aber Beimischungen davon wären interessant.

    Servus
     
  11. 4212

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    Hallo Freunde,

    ich bins wieder. Der Internetentzug hat wirklich nicht lange gehalten. Ich habe das Smartphone an den PC drangehängt und surfe nun mit Schneckentempo derzeit (56 kbit/s, da mein 1.5 GB Datenvolumen schon aufgebraucht ist). Immerhin kann ich telefonieren und surfen für nur 7,99 EUR/Monat. Das eingesparte Geld wird in Materialien umgesetzt.
    Heute habe ich folgende und geeignete Materialien bei Kremer Pigmente bestellt:
    10 kg Quarzmehl, gröber (58620)
    10 kg Marmormehl, mittel (58540)
    Ich habe diesmal die Datenblätter genau studiert. Damit dürfte ich sehr zufrieden gestellt werden.

    Ich habe eine neue Grundierungstechnik entwickelt, die mir mehr Zeit und Arbeitsaufwand einspart und sehr gute Qualität liefert.
    - kein Bügeln von Maltüchern erforderlich (der Schwammroller tut es bereits)
    - Unterseite der Leinwand wird indirekt mit grundiert/versiegelt (keine Extrabehandlung nötig)
    - kein Verzug des Leinwandes (aufspannen nicht nötig, nur liegend flach am Boden)
    - nur 2-3 Arbeitsgänge: Grundierung, Pastellbeschichtung und optional zusätzliche Versiegelung der Beschichtung.

    Voraussetzungen und Vorgehensweise:
    Großer glatter Boden erforderlich (für große Leinwände natürlich).
    Eine 0.3 mm dicke große Tischdeckenfolie drauf als Schutz für den Boden. Die Folie muß unbedingt faltenfrei und glatt sein.
    Die Tischdeckenfolie wird am Boden mit Paraffin (Teelichtwachs) ordentlich eingerieben und dient als Trennmittel.
    Allerdings ist eine große Folie in der Anschaffung recht teuer. Deshalb sollte sie immer wieder verwendet werden. Wer zu geizig ist, kann den Boden gleich mit Paraffin einreiben und die Folie weglassen. Muß aber für die Reinigung des Bodens mehr Zeit und Aufwand einplanen.

    1. Das Maltuch wird auf die Tischdeckenfolie ausgebreitet und mit dem Schwammroller mit Wasser gleichmäßig naß gemacht und gleichzeitig glattgerollt. Nicht zu viel Wasser aber auch nicht zu wenig. Bei zuviel Wasser wird die darauffolgende Grundierung dünn. Bei zu wenig Wasser entsprechend dicker.
    2. Gessogrundierung (1 Volumenteil Marmormehl- oder Kreideteig + 1 Volumenteil Acrylbinder) wird auf das nasse Maltuch mit dem Schwammroller aufgetragen und ordentlich gleichmäßig eingerollt. Auch kreuzweise. Feinste Marmor/Kreideteilchen treiben durch die Poren des Maltuchs durch und gelangen so gewollt auf die Unterseite des Maltuchs. Mit dem Bindemittel im Gesso werden sie auch auf der Rückseite mitversiegelt. Daher braucht die Rückseite des Leinwandes keine extra Grundierung mehr. Die Gessogrundierung muß ordentlich ins Gewebe eingebarbeitet werden, damit das auch gewährleistet ist.
    3. Grundierung vollständig trocknen lassen. Leinwand auf Folie drauflassen.
    4. Pastelgrundierung (1 Volumenteil Quarzmehlteig + 1 Volumenteil Acrylbinder) mit dem Schwammroller auftragen und gleichmäßig einrollen. Sollte der Untergrund zu saugfähig sein, immer eine verdünnte Acrylbinderlösung (1 Teil Acrylbinder + 3 Teile Wasser) parat haben und gegebenenfalls auf den Untergrund draufsprühen oder mit dem Schwammroller einnässen.
    5. Pastelgrundierung vollständig trocknen lassen. Leinwand auf Folie drauflassen.
    6. Optional eine verdünnte Acrylbinderlösung (wie bei 4.) noch auf die Pastelgrundierung auftragen und vollständig trocknen lassen (als zusätzliche Fixierung).
    7. Fertig grundierte Leinwand von der Folie vorsichtig abziehen oder auf eine Rolle rollen.

    Mit dem Paraffin als Trennmittel läßt sich die grundierte Leinwand schön und leicht von der Folie abziehen. Und die Folie kann noch für weitere Leinwände verwendet werden.
    Mit dieser Grundierungstechnik kann ich sehr große Leinwände absolut verzugfrei, in Massen und in 1A Qualität anfertigen.
    Was will man mehr?

    Servus
     
  12. 4212

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    Hallo Freunde,

    das Quarzmehl, gröber (58620), Korngröße bis ca. 100 µm ist gestern eingetroffen und ich habe es heute schon getestet. Trifft genau meinen Geschmack (feine Pastelgrundierung). Für Straßenmalerei darf das Quarzmehl sogar etwas gröber ausfallen. Das Quarzmehl gesiebt, 0,04 – 0,15 mm (58630) von Kremer Pigmente dürfte hierfür wirklich sehr gut funktionieren. Ich werde bei der nächsten Gelegenheit auch dieses Quarzmehl kaufen und als Beimischung zu meinem Pastelgrundierrezept fest einplanen.

    Das Marmormehl mittel (58540) ist toll zum Grundieren, aber für eine Pastelgrundierung alleine noch zu fein. Ich finde das Marmormehl von Boesner viel heller (weißer) als das von Kremer.

    In nächster Zeit geht es den Kosten an den Kragen:
    - Marmormehl in gröberer Form (z.B. Marmormehl gröber, 58560, Korngröße bis ca. 150 µm) könnte das teure Quarzmehl vielleicht komplett ersetzen. Das werde ich bei der nächsten Gelegenheit auch testen.
    - Zum Grundieren will ich Fassadenfarbe (als Gessoersatz) vom Baumarkt ausprobieren. Eine recht dünne Grundierschicht sollte keine Probleme machen und ausreichen. Deckkraft ist absolut unwichtig, da der Malstoff bereits sehr hell ist. Die billigste Fassadenfarbe vom Typ Kunststoff-Dispersion sollte ausreichen. Das spart jede Menge an Füllstoffen und Acrylbinder.

    Insgesamt müssen die Kosten für die großen Leinwände weiter reduziert werden. In diesem Rahmen auch der Arbeitsaufwand. Ich bin sogar bereit, etwas auf Qualität zu verzichten. Hauptsache leicht zu machen & billig.
    Servus
     
  13. Ruth

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    hallo 4212

    Mich würde ja mal interessieren wie du die Grundierte Leinwand von 6qm transportierst sowohl vor dem malen wie auch danach.
    Da geht doch alles wieder kaputt. Und wo kommt diese riesen Leinwand hin?Auf den Boden legen? oder wird die gestellt?

    Und auf was für einer Folie ist die Leinwand drauf. Habe ich noch nie gesehen.
     
  14. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Ruth,

    interessante Fragen. Darauf wollte ich ohnehin mal eingehen.

    Transportiert wird die grundierte/gemalte Leinwand gerollt auf einem Kanalrohr von 11 cm Durchmesser (Minimum!). Länge des Kanalrohrs je nach Motiv 1,20 bis 1,90 m. Alles kein Problem. Wiegt aber etwas.
    Ganz große Motive kann man aufsplitten als Diptychon oder Triptychon und stückchenweise malen oder was auch immer. In der Regel sind die Motive nicht so groß (im Schnitt etwa 2-3 m²).
    Deshalb will ich recht dünne und dicht gewebte Stoffe (z.B. Bettlaken) mit dünner Grundierung verwenden, damit das Gewicht nicht allzu groß ausfällt.
    Gemalt wird auf die Leinwand, die auf dem Boden ausgebreitet liegt. In der Fußgängerzone nach entsprechenden Regeln und Genehmigung.

    Wegen der Pastellbeschichtung, der entsprechenden Malweise (dünne und wenige Farbschichten), der entsprechenden Behandlung der Rückseite der Leinwand geht so gut wie nichts kaputt. Beim Auf -und Zurollen der Leinwand wird zwar die Pastelkreideschicht aus den Poren regelrecht rausgequetscht und gelockert, ist aber in der Regel nicht so kritisch. Der Biegeradius der Leinwand ist groß genug, um den Effekt zu verkleinern (deshalb 11 cm dickes Kanalrohr). Die Pastellbeschichtung schützt das Bild vor Verreibung ebenso. Und wenn mal etwas Farbe abgehen sollte, bessert man das bei jeder Sitzung an der Straße aus (umso besser, denn die Leute sehen, das man etwas tut). In der Regel sind es die Lichter (oberste Farbschicht). Die unteren Farbschichten könnte man mit Fixativ fixieren. Kostet aber wieder viel Geld. Besser bei Bedarf ausbessern (Zeit auf der Straße schinden!). Das Bild ist nicht für die Ewigkeit gedacht. Nur für die Zeit der Darbietung auf der Straße. Danach weg damit oder Leinwand recyclen.

    Die (Schutz-)Folie (aus PVC) für den Boden war nur zum Grundieren der Leinwand gedacht. Die Grundierung macht man Zuhause und nicht auf der Straße. Da man solche großen Leinwande zum Grundieren nicht aufspannen kann, kann man sie mit der Folie auf einem ebenen und glattem Boden auch machen. Auf der Straße braucht man keine Schutzfolie. Die Leinwand direkt auf die Pflastersteine auslegen und fertig. Darf von unten schmutzig werden. Ist nicht kritisch. Der Boden sollte aber einigermaßen eben sein. Direkt auf die Straße malen geht nicht. Ist verboten. Daher die Leinwand.

    ----
    Ich habe heute fünf schöne, große und weiße Bettlaken für insgesamt 4 EUR gekauft (80 Cent/Stück)! Das gibt tolle und billige Leinwände. Günstiger gehts wirklich nicht mehr.
    Auf die Fassadenfarbe bin ich auch schon gespannt. 10 Liter für 19,- EUR. Ich warte, bis die Testleinwände trocknen... ist wie sitzen auf heißen Kohlen.

    Servus
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 September 2018
  15. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Frreunde,

    die billige Fassadenfarbe (matt, weiß) von OBI funktioniert zum Grundieren hervorragend und gibt mir die Möglichkeit viel Geld zu sparen. Mit dem 10 l Eimer kann ich sehr viel Fläche grundieren. Die grundierte Leinwand bleibt weiterhin schön flexibel, wenn die Grundierung dünn genug ist.

    Eine sehr interessante Variante erspart mir das Abschmirgeln der grundierten Leinwand sogar. Bei dieser Variante wird die Ober -und Unterseite der Leinwand in nur einem Arbeitsschritt grundiert. Nach dem trocknen, wird die Leinwand von der Folie abgezogen und gewendet. Die jetzt oben aufliegende Unterseite der Leinwand ist sowas von glatt und eben, daß darauf gleich die Pastelbeschichtung angebracht werden kann. Diese Variante funktioniert nur, wenn das Maltuch vor dem Grundieren recht feucht ist (mit Wasser einnässen) und man beim Grundieren die Grundierung durch das Gewebe durchschlagen läßt. Das bedeutet, daß man den Schwammroller ordentlich anpresst und die Grundierung immer wieder auf der Leinwand verteilt und ins Gewebe einarbeitet. Beim trockenen Maltuch funktioniert diese Grundierungart nicht. Es muß eine gewisse Menge an Grundierung an die Unterseite des Maltuchs gelangen und all die feinen Fasern und Häärchen auf der Unterseite miteinander verkleben und platt machen und die Faserrillen füllen.

    All die Arbeit reduziert sich dann in nur zwei Arbeitsschritte: Grundierung und Pastelbeschichtung. Sonst nichts.
    Ich weiß, es hört sich total verkehrt an. Man grundiert eine Fläche, die am Ende die Unterseite der Leinwand wird und die Unterseite der Leinwand wird mit Quarzmehlglasur beschichtet und schließlich angemalt.

    Servus
     
  16. 4212

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    Hallo Freunde,

    ohne es zu wollen, habe ich die Qualität meiner Leinwände sogar erhöht. Ich wollte nur billig. Jetzt habe ich billig und beste Qualität erreicht. Sowas kann man nicht kaufen.
    All die Fehleinkäufe relativieren sich nun. Das mit der Nassgrundierung und Durchschlagen lassen von Fassadenfarbe auf die Unterseite der Leinwand und die glatte Unterseite mit Pastellgrundierung zu versehen, war der beste logische Schritt in dieser Reihe von Experimenten. Nach dutzenden Tests, kann ich endlich die großen Leinwande beginnen.
    - (Teure) Acrylbinder brauche ich nur noch für die Quarzmehlglasur (Pastellgrundierung).
    - Billige Fassadenfarbe nur für die dünne und einfache Grundierung der Leinwand. Somit beidseitig in einem Arbeitsschritt grundiert und die eigentliche Malfläche braucht dank der PVC Folie nicht mehr glattgeschliffen zu werden. Einfach die Pastellbeschichtung drauf und fertig. Und die eigentlich grundierte Seite nimmt beim Einrollen der Leinwand kaum Farbe auf.
    - Marmormehl brauche ich derzeit nicht mehr (hat sich mit Fassadenfarbe erübrigt).
    - Teure Weißmacher (z.B. Titandioxid) brauche ich auch nicht mehr. Ich grundiere ohnehin richtig weiße Bettlaken.
    - Ich verwende derzeit Quarzmehl gröber (Korngröße bis ca. 100 µm) für die Pastellbeschichtung. Ich werde Korngrößen bis 150 µm auch bei Bedarf einsetzen.

    Ich kann mit dieser oben beschriebenen Nassgrundierung sogar recht dünne und feine (Baumwoll-)Stoffe grundieren. Damit reduziere ich mehr Gewicht.
    Es hat sich für mich gelohnt, all die Anstrengungen auf mich zu nehmen.
    Ich bin mit den Leinwänden nun höchst zufrieden und glücklich. Endlich!
    Servus
     
  17. Ruth

    Ruth Forum-Ikone

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    danke für die info.

    ich hoffe wir bekommen dann auch deine bemalten leinwände zu sehen. nach soviel text möchte ich was buntes sehen.;-)))
     
    MonaB und Farbfantasien gefällt das.
  18. 4212

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    Hallo Ruth,

    ja, das hoffe ich auch. Es bleiben nicht viele schöne Tage in diesem Jahr, die Straßenmalerei endlich auszuprobieren.
    Ich habe mit den Leinwänden ganz schön viel Zeit vertrödelt. Mein begrenztes und armseliges Budget trug wesentlich auch dazu bei. Not macht erfinderisch und ich mußte tatsächlich neue Wege finden, die Kosten zu drücken und den Arbeitsaufwand zu reduzieren.

    Meine Leinwand Nr. 2 ist soweit vorbereit und etwa 60-70 % der Vorzeichnung auch schon fertig.
    Ganz neue Probleme ergeben sich dabei schon bei der Vorzeichnung:
    - Radieren und Ausbessern auf den beschichteten Leinwänden ist nicht möglich Der Strich muß gleich sitzen.
    - Bei großen Leinwänden/Motiven verliert man sich leicht in richtigen Proportionen. Fehler sind vorprogrammiert. Freihandzeichnen ist eine Herausforderung und erfordert viel Übung.
    Einziger Ausweg: übliche Raster-Methode, Motiv abpausen, Vordruck, etc. Sowas kann man auch schon Zuhause vorbereiten. Auch eine gewisse grobe Untermalung.

    Hinzu kommt eine völlig unergonomische Arbeitsumgebung: Am Boden. Ist wirklich sehr anstrengend und mein Rücken hätte viel zu berichten. Dazu kommen widrige Bodenbeschaffenheiten (Fugen, Unebenheiten, etc.) hinzu.

    Schon alleine das Herstellen und Vorbereiten der Leinwand macht mindestens soviel Arbeit (wenn nicht sogar mehr), wie das eigentliche Malen des Bildes.
    Jetzt mache ich erstmal 1-2 kleinere und einfache Motive und sehe zu, wie das Malen auf diesen wunderschönen Leinwänden Zuhause klappt.
    Servus
     
  19. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Freunde,

    es gibt weiter Anlass zur Freude: es wird noch billiger.

    Die billige und auf Kunststoff Dispersion basierende Fassadenfarbe von OBI läßt sich auch für die Pastellgrundierung verwenden. Die Bindekraft der Fassadenfarbe reicht aus, wenn etwas mehr Raumteile Fassadenfarbe als Quarzmehl verwendet wird. Mit 2 Raumteilen Fassadenfarbe und 1 Raumteil (nasses) Quarzmehl ist man auf der sicheren Seite. Wahrscheinlich wird auch die 1:1 Mischung gehen.
    Aber nur unter einer Bedingung: Der Untergrund darf nicht zu stark saugfähig sein und den Binder der Pastellgrundierung aufsaugen. D.h. der Binder mit den Quarzteilchen muß auf der Oberfläche trocknen und polymerisieren.
    Sollte der Untergrund "durstig" sein (also saugend), dann gib ihm einfach Wasser. Und zwar soviel, wie der Untergrund Wasser aufzunehmen vermag. Nicht zuviel, denn der Untergrund sollte nicht allzu feucht sein. Dann kann man die Pastellgrundierung schön gleichmäßig auf den Untergrund mit dem Schwammroller aufbringen und verteilen. Ein sog. "Versanden" tritt nicht auf. Bei zu hoher Feuchtigkeit des Untergrundes bringt man mit dem Schwammroller eine zusätzliche Rauhheit auf die fertige Pastellbeschichtung. Die kann entweder gewünscht oder unerwünscht sein. Wenn unerwünscht, dann die Leinwand etwas antrocknen lassen und mit dem Schwammroller die Pastellbescichtung einfach sanft glätten.
    Mittlerweile mache ich nichts mehr, um die Saugfähigkeit des Untergrundes abzustellen. Ich geb ihm einfach Wasser. Das ist billiger und einfacher.

    Damit kann man auf den teuren Acrylbinder komplett verzichten und sowohl die Grundierung als auch die Pastellbeschichtung mit der billigen Fassadenfarbe machen.
    Nächsten Monat werde ich versuchen, das teuere Quarzmehl mit billigem und gröberem Marmormehl zu ersetzen. Auch hier kann man die Pastellgrundierung weiter billiger machen.

    Die sog. "Nassgrundierung" ist einfach genial. Das erst ermöglicht mir, richtig große Leinwände verzugfrei auf dem Boden zu grundieren und erspart mir viele Arbeitsschritte zugleich. Demnächst werde ich die 3 m Leinwandlänge überschreiten und grundieren (ca. 5 - 6 m²). Ich warte auf die große PVC-Folie, die ich bestellt habe.

    Servus
     
  20. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Freunde,

    die bestellte PVC-Folie läßt leider auf sich warten. Ich hoffe, ich bekomme sie im Laufe dieser Woche noch. In der Zwischenzeit habe ich mit kleineren Leinwänden (< 2 m²) das Nass-Grundieren mit Fassadenfarbe und Beschichten (Pastellgrundierung) geübt. Das war gut und nötig. Ich rette sogar die mißglückte Leinwand #1. Die wird sogar richtig gut. Es lebe Leinwand #1!

    Die Pastellgrundierung mit 1:1 Fassadenfarbe und (feuchtem) Quarzmehl funktioniert auch. Die Korngröße des Quarzmehls darf dann etwas größer sein (bis 150 µm), da die Füllstoffe in der Fassadenfarbe die Quarzteilchen umschließen und teilweise begraben. Die Bindekraft der Fassadenfarbe reicht offensichtlich aus. Wie schon beschrieben, nur dann, wenn der Untergrund nicht saugfähig ist. Die Pastellgrundierung muß auf der Oberfläche durchtrocknen und das Bindemittel darf vom Untergrund nicht eingesaugt werden. Für saugende Untergründe gibt man dem Untergrund eben ordentlich Wasser. Nicht zu wenig, da sonst die Pastellbeschichtung unnötig zu dick wird oder die Quarzteilchen stellenweise "versanden" und nicht mehr gleichmäßig verteilt werden können.
    Merke: Wenn die Leinwand "durstig" ist, dann gib ihm einfach Wasser! (Das wesentliche Merkmal einer Nass-Grundierung oder der Nass-Pastellbeschichtung.)

    Ich habe die Wahl bei der Pastellgrundierung: Entweder die glatte Unterseite oder die rauhere Oberseite der Leinwand. Wenn ich die Leinwand von der Folie nicht abziehe und die Oberseite nehme, besteht keinerlei Gefahr des Verziehens der Leinwand. Denn die "klebt" noch auf der Folie und hält die Leinwand schön in Form, bis sie fertig ist. Dass die Leinwand nach der Nass-Grundierung auf der Folie klebt ist ja der springende Punkt dabei, daß sie in den weiteren Arbeitsschritten sich nicht weiter verziehen kann. Die Oberseite kann man ggf. mit Schleifpapier noch glatt schleifen, bevor sie mit Pastellgrundierung beschichtet wird. Bei der Unterseite ist das Glattschleifen überhaupt nicht nötig. Die fühlt sich richtig zart und sanft an, wenn man mit den Fingern darüber streicht (fast so zart, wie die zarte Brust einer Frau!).

    Die Fassadenfarbe ist richtig ergiebig. Man braucht für die Nass-Grundierung nicht viel Farbe. Eine dünne Schicht genügt vollkommen. Und die Grundierung wird auf der Leinwand verdünnt und gemischt (sie ist ja bereits Nass) und ordentlich eingearbeitet. Dass man die Grundierung durch das Gewebe nicht durchschlagen lassen soll, ist eine völlig veraltete Regel. Genau die Funktion wird hier benötigt. Das Grundieren beider Seiten der Leinwand in einem Arbeitsschritt. Und das Kleben der Leinwand auf der Folie, um sie ohne Verzug trocknen zu lassen. Ohne das Durchschlagen von Grundierung würde das alles nicht funktionieren. Und keine Angst. Die auf der Folie klebende Leinwand läßt sich dank Paraffin (Teelichtwachs) auf der Folie schön und leicht wieder abziehen. Die Paraffinschicht verbraucht sich kaum und die nächste Leinwand kann darauf grundiert werden. Grundierreste auf der Folie (z.B. vom Rand der Leinwand) lassen sich mit einem Plastikschaber leicht wieder entfernen. Auch die ganze Folie läßt sich bei Bedarf wieder schön reinigen.

    Ich bin ein richtiger Fan von der Nass-Grundierung mit Fassadenfarbe geworden. Auch wenn die Leinwand länger zum Trocknen braucht (1-2 Tage). Dafür bekomme ich erstklassige Leinwände für die Pastellmalerei.

    Servus