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Dieses Thema im Forum "Farbstifte und Buntstifte" wurde erstellt von Pepe Pepolino, 27 September 2019.

  1. Ernest

    Ernest Forum-Ikone

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    ......zum Beispiel so:
    LG Erhard
     

    Anhänge:

  2. Ok kenne sowas garnicht.
    Was es nicht alles gibt.
     
  3. ReneHH

    ReneHH Forum-Guru

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    Dankeschön, pepe... und heh, wenn, dann hatte ich die befürchtung, lästig zu werden *g*:)
    na, das mit der wiedererkennung stimmt schon. das ist oft schon da, wenn die proportionen stimmen, alles da sitzt, wo es hingehört... aber da fängts oft auch erst an.. mich faszinieren z.b. der einsatz von licht, diffusem, das spiel zwischen den farbtemperaturen..
    achso, ja, die tonwerte...die sind immens wichtig, weil, wenn du einen bereich nicht dunkel genug machst, kommt er prompt optisch nach vorne... ist noch papierweiß zu sehen in den tiefen schattenbereichen, gilt das da auch, es erscheint optisch mehr im vordergrund etc... oder auf der gegenseite, ist es an einer stelle abrupt zu dunkel, erscheint uns das auch automatisch als starker wechsel in der form, oder wenn die trennung zu scharf ist, womöglich als kante oder schlitz... unsere sehgewohnheiten sind dahingehend sehr gut traininert... von daher find ich das üben an einfachen formen so wichtig, z.b. kugeln... hattest das mit den reflexlichtern oben gelesen..das spricht z.b. auch dafür, dass wir schnell abgelenkt sind von den umgebungs-farben (siehe auch simultankontrast, flimmerkontrast oder auch sukzessivkontrast)... wie bei meinem portrait gerade: hab die haare stark abgedunkelt..dadurch sind einige vorher dunkel erscheinende schatten im gesicht optisch im vergleich viel zu hell geworden... bin gerade dabei, im gesicht nachzudunkeln und merke erst jetzt, dass ich einige tonwertunterschiede nun erst darstellen kann, wo es mehr spreize quasi bei den tonwerten gibt... erst nun kann ich einige mitteltöne besser darstellen, weil ich in richtung helligkeit und in richtung schatten mehr spielraum habe etc....
    hattest das mit der tonwerttrennung mal probiert? das hilft mir bei der beurteilung der farben, aber eben auch der tonwerte... hatte je eine tonwerttrennung von deiner zeichnung und der vorlage gemacht, einmal in farbe, einmal in schwarz-weiß...auch auf der farbigen variante sieht man dann gut auch, wie dunkel teils die farben sind etc... und gerade die kühleren töne hat man darin schön gesehen...
    (unter uns..bei der vorlage von ihr fand ich auch diesen hauch blau-grau im augenweiß so schön... gerade die kühlen töne zu sehen und darzustellen, sind für mich einer der kleinen geheimnisse von guten portraits... vor allem hebst du dich damit von der masse ab, die meisten machen die farben zu warm und zu gesättigt... aber gerade auch die wechsel der farbtemperaturen machen m.E. den realismus aus... natürlich in den richtigen tonwerten...
    habe gestern im büro mal meine zeichnung auf den scanner gelegt und in s-w ausgedruckt... da kann ich dann auch besser sehen, ob die großen formen erkennbar sind etc... das kann ich auch empfehlen....
    hattest du mal probiert, das bild umzudrehen inkl. vorlage und so ne runde zu zeichnen?
    mache ich letzte zeit öfter mal...da sieht man dann irgendwie mehr bzw. hilft es dem blick, wenn ein gewisser grad an betriebsblindheit erreicht ist (völlig normal)....
    achso, ebenso find ich es gut, sich das bild im vergleich zur vorlage aus ein paar meter entfernung anzuschauen... ist dann noch erkennbar, was es ist, bzw. sieht man formen etc... wenn wir lange eng am bild kleben, verlieren wir gern ein stück weit den blick aufs ganze..das hilft dabei :)
     
  4. ReneHH

    ReneHH Forum-Guru

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    noch mehr (war zu lang, um in einer nachricht zu speichern) :)

    will nun auch keinen roman schreiben :)
    finde es klasse, dass du dich verbessern und lernen möchtest... und kenne das von mir ja auch noch...
    schreibe deshalb auch etwas ausführlicher, weil ich denke, bei dir ist das in guten händen ;)

    oh, hast gestern noch fotos von deinem patenkind machen können?
    da fängt es übrigens an, interessant zu werden... hier würde ich auch schon gucken, dass ich eine schöne lichtsituation finde... ruhig ganz viele fotos an verschiedenen orten machen... wenn es drinnen ist, finde ich z.b. gut, man stellt sich seitlich ans fenster (oder sitzt davor quasi am tisch oder so), möglichst nicht mit starker sonneneinstrahlung, eher hinter der gardine bzw. mit diffusem licht....so hast du schöne schattenseiten... mal schauen, so im 45grad-winkel zum fenster... und mehrere bilder machen, und dann das beste aussuchen....
    dann würd ich mir auch schon früh verschiedene versionen des bildes auf fotoshop machen...tontrennung, ganz helle, ganz dunkle version... schwarz,weiß... mit mehr oder weniger kontrast etc...
    einige künstler arbeiten an einer stelle alles zuende aus und ziehen dann erst weiter zu anderen stellen..das setzt genauere planung voraus, würd ich weniger empfehlen, weil der überblick da oft fehlt...
    dennoch find ich gut, schon früh ganz dunkle bereiche zu setzen (als referenz...siehe, was ich auch gerade zu meinem "problem" mit meinem portrait schrieb)...
    und wenn du schon ein ohr/auge dafür hast, schau immer genau auch auf die "kanten"... ist eine scharfe abgrenzung zu sehen oder geht der bereich allmählich in den anderen über etc.. das zu üben ist anfangs schwer, weil man auch seine gewohnheiten hat, wir haben ja auch gelernt, umrisse zu zeichnen und brav alles auszumalen...davon würde ich mich verabschieden...
    ich kann z.b. auch darrel tank und seine 5-pencil-methode empfehlen...der erklärt es super (in englisch)..z.b. wenn du eine kante hast, überlegt er, was liegt vor dem anderen..das was davor liegt, darf gern nen leichten schatten auf die angrenzende fläche werfen, selbst, wenn es in der vorlage nicht gut zu erkennen ist..das wissen darum hilft, das dann überzeugender darzustellen.. z.b. rechts die haare in deiner zeichnung... sie liegen ja nicht neben dem gesicht, sondern darauf, von daher hätt ich da ne leichte schattierung gemacht auf dem gesicht..muss gar nicht stark sein, hilft aber dem betrachter, die form zu erkennen bzw. sich vorzustellen, was vor was oder hinter was ist etc...

    hatte mich übrigens gewundert, warum du ihre haare so dunkel gemacht hattest... rechts z.b.... aber nachdem ich lese, du hast mit olivenöl verblendet, dünkt mir, dass es erst dadurch so dunkel wurde... hab diesen tipp gerade vorgestern im video von dieser englischen küntlerin gesehen - das werde ich auf jeden fall auch ausprobieren.... ABER... dabei ist wichtig, das wohldosiert zu machen bzw. den pinsel, nachdem er im dunkleren bereich war, erst zu säubern, bevor du hellere bereiche verblendest, sondst wird alles ingesamt zu dunkel und die details gehen verloren... viell. lag es bei dir daran?

    sehe gerade, du hattes das bild mit tonwerttrennung ausgedruckt... das hat dir nicht geholfen?
    hatte das nur auf dem pc...und wenn man es gut vergrößert, sollte das gut helfen (vermutlich war das kaum zu sehen in der ausgedruckten form).....
    hab die beiden bilder von dir bzw. die vier (hatte es ja je in s-w und in farbe gemacht) noch auf dem pc.... finde, da sieht man gut, wo die farblichkeiten wechseln, aber auch die tonwerte besser....
    das mit dem augen kneifen kennste ja schon :)

    so, will mich nun aber selbst ausbremsen... du bist sicherlich schon längst beim nächsten dran (ich liebe es ja selbst, an fertigen bildern von mir noch zu optimieren)... hätte dir die versionen hier auch reinstellen können, aber wiegesagt... du bist sicherlich schon beim nächsten von deinem patenkind dran...

    das klingt alles nach sehr viel.. und nicht immer hat man alles aspekte präsent, auf die man achten wollte und zieht seine routinen weiter durch, um es dann beim nächsten zu verbessern...nur muss man da dann auch aufpassen, nicht in dieselbe routine zu verfallen... gewohnheiten sind schon so ein fall für sich *g*...
    würde hier ggf. sagen... wenn du nach der skizze loslegen möchtest, brems dich kurz, überprüfe alles... leg ggf. schon einige tonwerte mit einem nicht zu kräftigen dunklen stift an, ich liebe dafür diesen braunton, der ins graue geht (gebranntes umbra, nehme ich auch beim malen gern)...
    hilfreich beim zeichnen fand ich damals (weiß nicht, von wem ich das habe, sicherlich auch ein stück von den alten maltechniken), dass ich anfange, einen mittleren tonwert zu schaffen, von dem ausgehend ich spielraum in richtung licht und schatten habe...
    ggf. auch hilfreich, sich eine tonwertskala auszudrucken, ggf. mit eingestanzten löchern und bei der beurteilung von tonwerten im bild zu nutzen.. das zeigt teils, dass man bei der beurteilung ordentlich daneben lag (siehe thema reflexlichter)...

    achso, und wenn es in die zielgerade geht... erst da würde ich ggf. nochmal die dunkelsten und die hellsten töne setzen...also auch z.b. im close-up nochmal genau durchgehen und mit der vorlage vergleichen (ist die große form erkennbar), stimmen die tonwerte im vergleich? gibt es noch zu harte kanten oder gar zu diffuse bereiche, wo man nochmal mit stark gespitztem stift details setzen könnte? etc.. also, wenn du es normal für fertig erachtest, diesen letzten schritt noch zu machen...

    wenn du magst, zeig gern, falls du vorhast, steps hier zu zeigen, gleich anfangs, wo du hinmöchtest (was findest du z.b. am foto hervorhebenswert etc.)... je genauer die vorlage gesehen wird, desto beser kann man dann sein bild planen und zeichnen...
    pass bei der vorzeichnung auf..die striche dürfen kaum zu sehen sein, gerade in den hellen bereichen würden sie später stören (umrisslinien wollen wir beim realismus nicht *g*)...

    was meintest du genau, ob ich zu was genau eine anleitung habe? zu tonwerttrennung? nein, leider nicht...
    hab einiges zu farben bei portrait hier und da einfließen lassen..hab ein thema z.b. "colorbanding", das hilft ggf., die farbigkeit bei gesichtern genauer zu erfassen etc... ansonsten schau dir gern auch die bilder von ernesto an (die gibt es hier doch noch oder?).... hab hier nun etwas wild durcheinander geschrieben, hoffe, du konntest daraus was für dich entnehmen :)

    freu mich schon auf das neue bild..

    ps..achso, ja, mit copyright ist es so eine sache... kenne pixabay bzw. wären auch alte fotos interessant (nach 70 jahren verfällt das copyright, glaube ich)... bin in facebook in einer gruppe, da stellen viele auch bilder zum abmalen rein, die frei von copyright sind, heißt "Free Reference Photos for Artists", viell. wäre das was für dich....
    hatte auch mal ein thema hier, wo ich gefragt hatte, wo man fotovorlagen für portraits herbekommen kann (ist aber schon ein paar jährchen alt, da gab es teils auch tipps von anderen usern dazu)....

    noch nen schönen sonntag und freu mich schon auf das nächste projekt von dir! lg rene
     
  5. Pepe Pepolino

    Pepe Pepolino Aktives Mitglied

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    2 September 2019
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    28
    Hey Reneeeee :D
    Du wirst mir beim besten Willen nicht lästig! ^^
    Vielen Dank mal wieder für Deine mannigfaltigen Eindrücke, ich sauge das förmlich auf...hi hi.
    Wie Du schon ahntest, ich habe vorhin mit der Zeichnung meines Patenkindes angefangen.
    Wir können sie "Celine" nennen, so lautet ihr Name auch tatsächlich.
    Tolle Tipps zum Fotoshooting von Dir, aber leider erschien sie gestern erst nach 17 Uhr und ich wollte draußen die Bilder machen.
    Werde aber nochmal einen Termin mit ihr machen, wo es dann umfangreicher sein wird und vor allem mit Stativ dann.
    Doch nun muss das Bild erstmal herhalten, was ich jetzt benutze.
    Ich werde dafür einen neuen Thread aufmachen (mal wieder XD).
    Da kannst Du (wenn ich Dich denn dazu nötigen kann) gerne mit einklinken und von Anfang an dabei sein um mich vor bösen Überraschungen zu bewahren. ;)
    Ich werde diesmal mehr Zwischenschritte posten.
    Da ich ab heute Abend Nachtschicht habe, geht es eh ned so schnell voran.
    Auf die Arbeit nehme ich mir die Nahaufnahme von einem Katzengesicht mit, finde das schön, weil die Augen da so hervorstechen.

    Mittlerweile habe ich auch Zestit hier liegen, aber bei Celine wird das glaube ich kaum zum Einsatz kommen.
    Pinsel sauber machen nach dunkler Fläche muss, ja...hatte vorher auf einem Schmierblatt rumprobiert.

    Bild auf den Kopf inkl. Vorlage habe ich noch nicht gemacht, werde ich aber mit Sicherheit nachholen beim kommenden Bild.
    Und mein Bild von Weitem betrachten mache ich am liebsten, da sieht das immer super aus.
    Und von näherem mit fast zugekniffenen Augen, richtig.

    So ok, ich mache mal ein neues Thema auf, da können wir weiter machen.
    Muss mich leider gleich noch was hinlegen, damit ich nachts ned zu müde werde.

    Grüßle, Pepe
     
    ReneHH gefällt das.